Freitag, 25 Rabi' al-awwal 1441 | 22/11/2019
Uhrzeit: (M.M.T)
Menu
Hauptmenü
Hauptmenü

Media Office
Ägypten wilaya

H.  2 Dhu al-Qi'dah 1440 No: 1440/11
M.  Sonntag, 03 November 2019

Presseverlautbarung

Wie kann sich Ägypten aus seiner Krise befreien?

Folgt der Scharia, und folgt der Sunna eures Propheten und seinem Weg zur Veränderung!

(Übersetzung)

In einer Stellungnahme der Muslimbruderschaft, die sie am 29. Juni 2019 auf ihrer offiziellen Website veröffentlicht hat, wird der Tod von Dr. Mursi als ein „Symbol der demokratischen Erfahrung” bezeichnet. Sein Tod habe dem Konflikt, durch den die revolutionäre Agenda in Ägypten auf einer intellektuellen und aktiven Grundlage geführt werden muss, eine neue Realität verliehen. Nachdem wir die Realität dieser Stellungnahme darlegen, wie man mit ihr umzugehen hat und welche neuen Umstände durch den Tod von Dr. Mursi - möge Allah seiner Seele barmherzig sein - eingetreten sind, werden wir drei Themen aufgreifen und besprechen. Es handelt sich um Punkte, die bei der Diskussion dieser Stellungnahme nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Die Realität Ägyptens hat sich durch den Tod von Dr. Muḥammad Mursi nicht geändert. Nach wie vor herrscht das Unrecht in Form von verräterischen Despoten, die ihre Befehle vom ungläubigen Westen empfangen. Es ist die Pflicht der Umma, sie zu beseitigen und an ihrer statt einen gerechten Herrscher, einen Kalifen, aufzustellen, der nach dem Islam regiert und die Muslime aller Länder unter seiner Authorität vereint. Diese Aufgabe folgt einer spezifischen Methode, die in der Sira des Gesandten (s) dargelegt wird. Sie zeigt auf, wie er (s) in Mekka vorging, die Ideen des Unglaubens (kufr) zerstörte und bei den einflussreichen, mächtigen Leuten die Unterstützung einforderte, bis Allah (t) ihm die Ansar zur Seite stellte. Mit ihrer Hilfe errichtete er (s) in Medina den Islamischen Staat und wandte den Islam unverzüglich in umfassender Weise an. Zuvor wurden ihm mehrere Möglichkeiten angeboten. So gab es manche Stämme, die lediglich bereit waren, ihn (s) gegen andere arabische Stämme zu unterstützen, nicht jedoch gegen Nichtaraber. Andere Stämme hingegen waren nur bedingt bereit, ihm beizustehen und verlangten, nach seinem (s) Ableben die Herrschaft zu übernehmen. Und es gab wiederum Stämme, die sagten: „Ein Jahr lang wird dein Gott angebetet, und das Jahr darauf wird unser Gott angebetet.“ Der Gesandte (s) lehnte sämtliche dieser Vorschläge ab und akzeptierte nichts Geringeres als die uneingeschränkte, bedingungslose Unterstützung. Von jenem Tag an, als Allah (t) ihm diese Unterstüzung zukommen ließ, wurden unsere Länder nach und nach zu einer Stätte des Islam, zu einem Teil des Islamischen Staates; bis der ungläubige Westen kam und ihn zerstörte und unwürdige Verräter mit Gewalt über uns einsetzte, damit sie im Dienste des Westens über uns herrschen. Die Pflicht der Umma ist es nun, diese Regime, die von den ungläubigen Kolonialisten installiert wurden, zu beseitigen. Die Umma muss ihre Autorität zurückerlangen und sie jenen übertragen, die uneingeschränkt und umfassend in einem rechtgeleiteten Kalifat nach dem Islam regieren. Es bedarf lediglich der Solidarisierung der Armeen mit der Umma und ihrer Unterstützung für jene, die aufrichtig für die Errichtung des rechtgeleiteten Kalifats arbeiten – eine umfassende, uneingeschränkte Unterstützung.

Vor diesem Hintergrund findet der eigentliche Konflikt nicht zwischen den Revolutionären und dem Militär statt, sondern vielmehr zwischen dem Volk Ägyptens und den Agenten der Amerikaner. Und jenen, die von den Amerikanern geblendet wurden und sie als einen Teil der Lösung erachten, möchten wir ans Herz legen, sich nicht der Naivität hinzugeben. Haben sie nicht gesehen, was die Amerikaner und ihre Agenten mit jenen gemacht haben, die sich ihnen anvertrauten? Wurden sie, nachdem die Amerikaner ihre Ziele erreicht hatten, nicht enttäuscht, fallen gelassen und ermordet? Haben wir nicht alle gesehen, was Abdel Nasser bereits zuvor tat und was as-Sisi nun macht? Also lasst euch nicht erneut hinters Licht führen.

Hinsichtlich der drei Punkte der Stellungnahme der Muslimbruderschaft möchten wir Folgendes verlautbaren:

1. Der Tod von Dr. Mursi unterscheidet sich nicht vom Tod all jener, die von diesem Regime ermordet wurden, die in den Gefängnissen umkamen und die am Galgen gehängt wurden. Es ist ein weiteres Verbrechen auf der unendlichen Liste von Verbrechen seitens dieses Regimes, für die es von keiner internationalen Organisation oder irgendeinem mächtigen Land der Welt zur Rechenschaft gezogen wird. Sie alle sind Verbündete im Kampf gegen die Umma, und sie alle sind unsere Mörder. Sie alle haben unser Blut an ihren Händen kleben – überall auf der Welt. Und jene, die sich trotzdem ihren Lügen hingeben und ihnen Glauben schenken, haben absolut nichts von Politik verstanden!

2. Wie lange noch wird sich eure Vision auf die Vorgaben des Westens beschränken, der euch die Wahl zwischen einer Militärdiktatur gibt, die mit dem Unglauben (kufr) regiert und einer zivilen Nationalregierung, die ebenfalls mit dem Unglauben regiert – selbst wenn der Regierungschef ein Muslim ist, einen Bart trägt und den Koran auswendig kann. Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wieso vermarktet ihr euch lediglich als eine Alternative zum Westen, die Revolutionen verhindert und in Wirklichkeit - so wie es mit Erdogan der Fall ist - westliche Interessen in unserem Land schützt? Weshalb werdet ihr nicht zu Vertretern der Umma und ihrer Ideologie, die aus ihrer Überzeugung stammt. Wieso biedert ihr euch dem Westen an und umklammert seine Ideen? Wieso werdet ihr stattdessen nicht zu Verkündern der islamischen Ideen und wendet euch der Umma zu, damit sie euch aus Überzeugung und Hoffnung, dass ihr mit dem Islam über sie herrschen werdet, auf ihren Schultern trägt und euch an die Macht bringt? Und würdet ihr dies tun, so könnte euch kein Geschöpf auf dieser Welt die Herrschaft und die Autorität entreißen.

Der Weg aus der Krise, die das Land erleidet, bedarf eines ernsthaften Projektes, dass einer starken Idee entspringt und einer gewissenhaften politischen Führung, die das Projekt im Detail kennt und weiß, wie es in Herrschafts- bzw. Regierungsangelegenheiten umgesetzt werden muss, damit all die Probleme praktisch und auf richtige Art und Weise behandelt werden. Das einzige Projekt, das hierfür das erforderliche Potential aufweist, ist das Projekt des Islam - das rechtgeleitete Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums. Hizb-ut-Tahrir trägt dieses Projekt mit genauer Erläuterung an euch heran und an die Umma, und Hizb-ut-Tahrir ist imstande, es sofort umzusetzen und anzuwenden. Schließt euch der Tätigkeit von Hizb-ut-Tahrir an oder unterstützt zumindest dieses Projekt. Adoptiert seine Inhalte, und gebt der Umma euer aufrichtiges Versprechen, dass ihr es bei eurer Machtübernahme unverzüglich umsetzen werdet. Dies ist der einzige Weg aus der Krise für jene, die ihr entkommen wollen – im Gegensatz zu jenen, die wollen, dass der Westen auf Kosten unseres Landes seiner Krise entkommt.

3. Solange ihr euch im Dunstkreis westlicher Lösungen bewegt – fernab der islamischen Lösung, die auf der Methode des Gesandten (s) basiert -, werdet ihr keine Einheit bzw. Vereinigung erlangen. Vielmehr noch bestärkt ihr dadurch den Verzicht auf die Konstanten des Islam, bis ihr euch gänzlich von ihnen löst und zu einer nationalen Bewegung verkommt. Sodann werdet ihr euch nicht mehr von anderen säkularen Bewegungen unterscheiden, die allesamt korrupt sind, falsche Versprechungen machen und nur Maßnahmen anwenden und umsetzen, die dem Erhalt des Kapitalismus dienen und die Hoffnungen der Revolutionäre für ihre niederen Zwecke missbrauchen.

Die Aufarbeitung von Fehlern macht nur dann Sinn, wenn sie dazu dient, jene Fehler nicht zu wiederholen und wiederholt den falschen Versprechen des Westens zu glauben und seinen Irrwegen zu folgen. Es wäre ein erneuter Selbstmord und ein erneutes Blutvergießen im Zeichen einer vermeintlichen Demokratie. Unzählige Male haben wir euch aufrichtigen Rat gegeben, und wir werden nicht müde, euch aufrichtigen Rat zu geben, auf dass unser Rat auf offene Ohren, weiche Herzen, sehende Augen und einsichtige Köpfe treffen möge.

Der einzig wahre Weg zur Veränderung führt über zielgerichtete politische Handlungen, die im Einklang mit der Scharia stehen, die Machenschaften der westlichen Vasallen und ihre Verschwörung gegen die Umma aufdecken und die westlichen Ideen zerstören, die sich in den Herzen der Umma eingenistet haben. Es bedarf eines politischen Bewusstseins und daraus resultierender Handlungen, welche die Grenzen des Sykes-Picot-Abkommens entschieden zurückweisen. Diese künstlichen Kolonialgrenzen müssen beseitigt werden, und das Land muss unter dem Banner des rechtgeleiteten Kalifats gemäß dem Plan des Prophetentums vereint werden. Es bedarf aufrichtiger Ansprachen an die Armeen, dass sie ein Teil der Umma sind, ihr Schutzschild und ihr Schwert – und dass sie gegenwärtig vom Feind missbraucht werden. Ansprachen, die sie dazu anfeuern, die Korrupten aus ihren Reihen zu entfernen und ihre Seilschaften zum Westen und seinen Agenten zu kappen. Ansprachen, die ihre Verbundenheit mit Allah (t) stärken, sie daran erinnern, dass die Sicherheit der Umma eine Treuhand ist. Ansprachen, die dazu anhalten, den Islam zu unterstützen und den Islamischen Staat wiederzuerrichten.

Ansprachen, die sie zu umfassender, uneingeschränkter und bedingungsloser Unterstützung auffordern, auf dass sie Allahs Wohlgefallen erlangen und mit dem Paradies belohnt werden mögen. Denn dies ist, was Allah (t) jenen versprochen hat, die das Schwert und das Banner des Islam tragen und aufrichtige Unterstüzung leisten.

Dies ist der Weg der Veränderung. Und dies ist das Projekt, das die Umma adoptieren muss; insbesondere jene, die das Banner des Islam hochhalten. Und ihr seid es würdig, das Banner zu tragen und die Menschen darunter zu vereinigen und ihre Unterstützung zu erhalten. Und dies ist es, wofür euch die Menschen auf ihren Schultern getragen haben, so enttäuscht sie nicht. Seid so, wie Allah (t) es euch anbefohlen hat, nicht so, wie der Westen euch haben möchte. Möge Allah euch beschützen und uns ebenso. Und möge er uns alle vor der fitna bewahren. Vergesst nicht unsere Worte, und wisset, dass wir unsere Angelegenheiten Allah anvertrauen und, dass Er (swt) der Allsehende über Seine diener ist.

﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُواْ اسْتَجِيبُواْ لِلّهِ وَلِلرَّسُولِ إِذَا دَعَاكُم لِمَا يُحْيِيكُمْ وَاعْلَمُواْ أَنَّ اللّهَ يَحُولُ بَيْنَ الْمَرْءِ وَقَلْبِهِ وَأَنَّهُ إِلَيْهِ تُحْشَرُونَ

O die ihr glaubt, leistet Allah und dem Gesandten Folge, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben gibt. Und wisset, dass Allah zwischen dem Menschen und seinem Herzen trennt und daß ihr zu Ihm versammelt werdet! (8:24)

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Ägypten

المكتب الإعلامي لحزب التحرير
Ägypten wilaya
عنوان المراسلة و عنوان الزيارة
تلفون: 

Seitenkategorie

Links

Die westlichen Länder

Muslimische Länder

Muslimische Länder