بسم الله الرحمن الرحيم

Die Parteilische Blockbildung

Einleitung

Ab dem 13. Jahrhundert nach der HiÄŸra (der Auswanderung des Propheten  von Mekka nach Medina) dem 19. Jahrhundert christl. Zeitrechnung, grundete sich eine Vielzahl von Bewegungen mit dem Ziel eines geistigen Aufstiegs. Es waren Versuche, die scheiterten, auch wenn sie eine bleibende Wirkung bei denjenigen hinterliesen, die diese Versuche ein weiteres Mal in Angriff nahmen. Derjenige, der diese Versuche verfolgt und diese Bewegungen untersucht, wird erkennen, dass der Hauptgrund fur den Misserfolg all dieser Bewegungen aus blockbildnerischer Sicht auf vier Aspekte zuruckzufuhren ist:

1. Die Bewegungen grundeten auf einer allgemein gefassten, nicht weiter konkretisierten Idee, die undurchsichtig oder fast undurchsichtig war und der es zudem an Gestalt, Reinheit und Klarheit mangelte.

2. Sie kannten keine Methode (Tarīqa) zur Umsetzung ihrer Idee; die Idee wurde auf improvisierten und verschlungenen Wegen verfolgt, zumal sie undurchsichtig und unklar war.

3. Die Bewegungen stutzten sich auf Personen, denen ein wahres Bewusstsein in ausreichendem Mase fehlte und bei denen sich kein reiner wille festsetzte; es waren Personen, die lediglich das Begehren und den Eifer besasen.

4. Zwischen den Personen, welche die Verantwortung der Bewegungen auf sich nahmen, existierte keine korrekte Bindung auser dem blosen Zusammenschluss in Gestalt einiger Tatigkeiten und unter verschiedenen Schlagwortern.

Aus diesen Grunden war es naturlich, dass diese Blocke aktiv blieben, bis sich ihre angesammelte Energie und ihr Eifer erschopfte, sie zum Stillstand kamen und sich letztendlich auflosten. Es erhoben sich daraufhin weitere Bewegungen, gegrundet von neuen Personen, die die gleiche Rolle ubernahmen, bis sich ihr ganzer Eifer und ihre Energie bei einem bestimmten Punkt erschopfte und sich alles aufs Neue wiederholte.

Das Scheitern dieser gesamten Bewegungen war vorprogrammiert, denn sie grundeten auf keiner wahren, deutlich prazisierten Idee. Ferner kannten sie keine geradlinige Methode; sie entbehrten bewusster, erkennender Personen und einer korrekten Verbindung.

Was die Idee (Fikra) und die Methode (Tarīqa) betrifft, so treten diese in der Fehlerhaftigkeit der Philosophie hervor, die diesen Bewegungen zu Grunde lag, setzt man das Vorhandensein einer solchen Philosophie uberhaupt voraus. So gab es Bewegungen islamischer und nationalistischer Pragung. Die Begrunder der islamischen Bewegungen riefen zum Islam in einer offenen, allgemeinen Form auf und versuchten den Islam so zu interpretieren, dass er den zum jeweiligen Zeitpunkt herrschenden Zustanden angepasst oder in eine gewunschte Form gebracht werden konne, um die Eingliederung in ein anderes System zu ermoglichen, so dass diese Abanderung eine Legitimation fur das Verbleiben oder die Ubernahme dieses Systems darstellte. Bei den nationalistischen Bewegungen forderten die arabischen Verfechter den Aufstieg der Araber, basierend auf einem dusteren und zweifelhaften Nationalismus, ohne Beachtung des Islam und der Muslime. Sie verwendeten Schlagworter wie „Nationalismus", „ationalstolz", „hre",

„raber", „rabertum" und „nabhangigkeit", ohne dass sich bei ihnen uber diese Begriffe ein klares Verstandnis gefunden hatte, das mit dem wahren Wesen eines Aufstiegs in Einklang zu bringen ware. Die Turken unter den Nationalisten riefen zum Zustandekommen des Aufstiegs des turkischen Vaterlandes auf.

So wurden die Propagandisten des Nationalismus, seien es Araber oder Turken, durch den Kolonialismus ausgerichtet, der auch den Balkan mit solchen nationalistischen Bewegungen mobilisierte, um ihn vom Osmanischen Staat, in seiner Eigenschaft als Islamischer Staat, loszulosen.

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Schluss

Das sind die Schritte, die die Partei in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung vornehmen muss, um die Idee zur praktischen Umsetzung zu fuhren, mit anderen Worten, um die Ideologie durch die Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise in allen Lebensbelangen umzusetzen. Dadurch fuhrt sie die Gesellschaft zu einem Aufstieg und tragt die Dacwa in die Welt hinaus. An dieser Stelle beginnt die praktische Phase der Partei, die Phase, fur die sie eigentlich gegrundet wurde. Die Partei ist demzufolge der eigentliche Garant fur die Grundung des islamischen Staates, fur seinen Fortbestand und fur die Umsetzung des Islam.

Sie ist der Garant, dass diese Umsetzung richtig und dauerhaft erfolgt und dass die islamische Botschaft in die gesamte Welt getragen wird. Nachdem sie den Staat gegrundet hat, ist die Partei die Wachterin uber ihn, die ihn zur Rechenschaft zieht und die Umma in ihrem Disput mit dem Staat anfuhrt. Gleichzeitig tragt sie die islamische Dacwa sowohl innerhalb der islamischen Welt als auch in alle anderen Teile der Erde weiter.

     
02 Muharram 1430
 2008/12/29
   
     

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