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Türkei

H.  21 Dhu al-Qi'dah 1439 No: TR-BA-2018-MB-TR-010
M.  Freitag, 03 August 2018

 Presseverlautbarung

Ein würdevoller Staat zeichnet sich nicht durch gigantische Wolkenkratzer aus, sondern vielmehr dadurch, dass er der amerikanischen Arroganz ein Ende setzt!

(Übersetzt)

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Trump, und einige andere amerikanische Beamte drohten der Türkei öffentlich, um die Freilassung Andrew Brunsons zu erwirken. Der amerikanische Pastor wurde im Oktober 2016 in Izmir festgenommen und ist seither inhaftiert. Die Drohungen von Seiten Amerikas begannen mit einem Tweet von Trump, in dem es hieß: „Die Vereinigten Staaten werden die Türkei mit umfassenden Sanktionen belegen für die lang anhaltende Inhaftierung von Pastor Andrew Brunson, einem großartigen Christen, Familienmenschen und einem wundervollen Menschen. Er leidet sehr. Dieser unschuldige Glaubensmann sollte sofort freigelassen werden!“ Kurz darauf sagte Vizepräsident Mike Pence während einer Konferenz: „Ich habe folgende Botschaft im Namen des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika an Erdogan und die türkische Regierung zu richten: Lasst Pastor Andrew Brunson unverzüglich frei oder bereitet euch vor, die Konsequenzen zu tragen.

Infolge dieser Aussagen der arroganten amerikanischen Regenten wurde Pastor Brunson am 25. Juli 2018 zunächst freigelassen, dann aber unter Hausarrest gestellt. Dies, obwohl das Gericht zuvor im Rahmen einer Gerichtsverhandlung am 18. Juli 2018 entschied, dass Pastor Brunson nicht freigelassen werde. Die Entscheidung Brunson unter Hausarrest zu stellen setzte den Drohungen von Seiten der amerikanischen Regierung jedoch kein Ende. Trump, Pence und Pompeo forderten weiterhin unter Androhung von Konsequenzen die sofortige Freilassung Brunsons. Der US-Schatzmeister gab schließlich seine Entscheidung bekannt, die vom Staatssekretär und dem Generalstaatsanwalt vorgeschlagenen Sanktionen gegen die Türkei abzulehnen.

Weder Präsident Erdogan, den man fast schon als Republikaner bezeichnen kann, noch seine Beamten reagierten auf die arroganten Drohungen der Amerikaner mit ähnlicher Härte. Stattdessen kritisierten sie den harten Umgangston der Vereinigten Staaten! Ferner reagierten sie auf die Drohungen, indem sie Kompromisslösungen vorschlugen! Erwähnenswert ist, dass die Türkei erst vor wenigen Monaten den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel freiließ und auf Gesuch der Bundeskanzlerin Merkel an Deutschland überstellte. Nun beugt sich Erdogan erneut den Drohungen Trumps, indem er den Pastor freilässt und nach Hause schickt. Auf die Drohungen reagierte Erdogan nur mit starken Reden voller leerer Worte. Dabei wählte er seine Worte stets mit Bedacht aus Angst, seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu ruinieren. Ihm war es daher nicht möglich zu sagen, dass Amerika und der Westen im Allgemeinen die schlimmsten Feinde der Muslime sind und die Ursache allen Übels darstellen. Seine Wahlkampfreden, die er nur zu gern mit „Welches Amerika?“ begann, waren in Anbetracht dieser heiklen Situation schnell vergessen.

O ihr Regenten! Wie könnt ihr nur jene, die euch beleidigen, als eure „Freunde“ bezeichnen? Wie habt ihr vor, eure Sorgen in Hinblick auf die verdorbenen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nun darzustellen? Wisst ihr denn nicht, dass die Ungläubigen niemals Verbündete der Muslime sein können? Wisst ihr denn nicht, dass ihr Groll, ihr Hass und ihre Feindseligkeiten gegenüber Allah (t), Seinem Gesandten (s), Seinem Buch, dem Islam im Allgemeinen und den Muslimen nicht anzuzweifeln sind? Ist euch denn nicht klar, dass sie, unabhängig davon, was sie euch anbieten, nach und nach immer mehr von euch verlangen werden? Ihr dürft keinesfalls vergessen, dass die Freundschaft mit ihnen mit ihren Interessen steht und fällt. Immer dann, wenn die Erfüllung ihrer Interessen gewährleistet ist, endet eine ihrer „Freundschaften“. Daher sollten wir uns davor hüten, in Bezug auf unseren Status und unsere Würde Kompromisse einzugehen. Unsere Würde beziehen wir nicht aus gigantischen Wolkenkratzern!

O ihr Muslime! Ihr seid die Nachfolger des Kalifen ʿUmar b. al-Ḫaṭṭābs und jener Prophetengefährten, die in ihren geflickten Gewändern zum Großkönig Persiens und Caesar von Rom gingen, um die Botschaft des Gesandten Allahs (s) zu ihnen zu tragen. Ihr seid die Kinder von Süleyman I., der einem Fest in Frankreich ein Ende setzte, nachdem die Franzosen den Islam verspotteten. Ihr seid die Nachfolger Hārūn ar-Rašīds, der den Beinamen al-Muʿtaṣim bi-llāh trägt. Er entsandte eine riesige Armee als Reaktion auf den Hilferuf einer einzelnen Frau, die von den Römern eingesperrt wurde. Als Nachfahren dieser Persönlichkeiten stehen wir in der Verpflichtung, ein ebenso ehrenvolles Auftreten an den Tag zu legen! In die Fußstapfen der rechtgeleiteten Kalifen zu treten und die Beleidigungen unserer Feinde mit der Entsendung einer riesigen Armee zu beantworten würde fürwahr nur nutzbringend sein. Eine solche Armee könnte den Ausschreitungen der Amerikaner für immer ein Ende setzen. Um dies zu verwirklichen reicht es nicht, nur schön klingende und anmutige Reden zu schwingen!!!

Medienbüro von Hizb ut Tahrir / wilāya Türkei

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