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H.  23 Sha'aban 1440 No: 1440/24
M.  Dienstag, 30 April 2019

Presseverlautbarung

Unsere Leute in Sidi Bouzid fallen Staatsverbrechen zum Opfer!

(Übersetzt)

Kürzlich kam es in der Gegend von Sabala in Sidi Bouzid zu einem tragischen Vorfall, bei dem 7 Landarbeiterinnen und 5 Landarbeiter verunglückten. Etwa 21 weitere Menschen wurden bei diesem Vorfall verletzt. Dem ging ein ähnlicher Vorfall in Kairouan nur einen Tag zuvor voraus, während sich noch am selben Abend ein weiterer solcher Vorfall in Kasserine ereignete. Es ist Tatsache, dass es sich bei derartigen Vorfällen nicht um Einzelfälle handelt, und, dass sich diese schon fast periodisch ereignen. In Anbetracht dieser Realität verlautbaren wir, von der Frauenabteilung des Medienbüros von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Tunesien folgendes:

Erstens: Wir sprechen den Familien der Opfer unser tiefes Beileid aus und bekunden unsere uneingeschränkte Solidarität mit ihnen, sowie allen übrigen Männern und Frauen, die von diesen Ereignissen betroffen sind.

Zweitens: Wir sind der Auffassung, dass in erster Linie der Staat für diese Tragödien verantwortlich ist. Dieser Ansicht liegen die folgenden Punkte zugrunde:

- Armut ist ein Staatsverbrechen, da der Staat dafür verantwortlich ist, die Angelegenheiten der Menschen zu betreuen. Auch ist der Staat dafür verantwortlich, seinen Staatsbürgern ein menschenwürdiges Leben zu gewährleisten.

- Der tunesische Staat wendet ein korruptes System an. Dieses basiert auf dem brutalen Kapitalismus, der sich am Blut der Armen labt, um so die Staatskasse und die Konten von Kapitaleigentümern überall auf der Welt zu füllen.

- Der tunesische Staat verfolgt eine Wirtschaftspolitik, die es Fremden ermöglicht, unser Land seinen Reichtümern zu berauben und unsere Staatskasse zu plündern. Dies schwächt den tunesischen Staat und beeinträchtigt seine Fähigkeit, einen angemessenen Lebensunterhalt für die Menschen sicherzustellen.

- Wir verurteilen zutiefst, dass sich der tunesische Staat den Diktaten Fremder unterordnet und sich mit der Anwendung dieser Diktate befasst. Der Staat hat sich selbst in eine Abhängigkeitsbeziehung zu ausländischen Geldgebern und ihren finanziellen Mitteln gebracht.

- Wir sind der Ansicht, dass die Umma im Allgemeinen und die Frauen im Besonderen die Milliarden an staatlichen Steuergeldern, die nicht für Entwicklung, sondern für die Schaffung eines gefährlichen intellektuellen Systems ausgegeben werden, mehr verdienen. Dieses korrupte System zielt darauf ab, die Frauen von ihrem Glauben abzubringen, sodass sie angreifbar werden, und im Anschluss daran die Gesetze des Islam angegriffen werden können.

- Wir sind auch der Ansicht, dass die Tragödien der letzten Zeit womöglich hätten verhindert werden können, wenn die Milliarden an Geldern, die dem Komitee für Individualrechte und Gleichberechtigung, sowie dem Ministerium für Frauen bereitgestellt werden, damit diese ihre Angriffe auf den Islam vorantreiben, stattdessen für Entwicklung und den Ausbau der Infrastrukturen ausgegeben worden wären.

- Wir betonen ausdrücklich, dass das Leid und die Erschwernis, unter der die Frauen heutzutage zu leiden haben, die unvermeidliche Konsequenz aus der Anwendung eines korrupten Beziehungssystems sind, welches die Privatsphäre der Frauen nicht berücksichtigt.

Drittens: Wir fordern alle dazu auf, das Beziehungssystem der Geschlechter und das Wirtschaftssystem im Islam zu studieren. Der Islam sieht vor, dass der Vormund einer Frau für ihren Unterhalt (nafaqa) aufzukommen hat. Sollte eine Frau keinen Vormund haben, hat der Staat sicherzustellen, dass die Frau ihren Unterhalt erhält.

Viertens: Wir appellieren an das tunesische Volk im Allgemeinen und an die Frauen im Besonderen, und fordern euch auf, die kriminellen Machenschaften des Staates und seine Vernachlässigung des Volkes zutiefst zu verabscheuen. Allah (t) hasst es, dass mit seinen ergebenen Dienern derart umgegangen wird.

Habt vollstes Vertrauen darauf, dass Allahs (t) Gesetzgebung eine Barmherzigkeit für die Frauen und keinen Fluch darstellt, auch wenn die Vertreter der feministischen Bewegungen, internationalen Organisationen, sowie der Kolonial- und Vasallenregierungen das Gegenteil vermitteln wollen. Eine derartige Betrachtungsweise dient nicht dazu, die Frauen zu befreien, sondern vielmehr dazu, ihre Unantastbarkeit aufzuheben, um so ihre Ehre anzugreifen.

Wir versichern euch, dass die Frauen keine Glückseligkeit erleben werden, solange die Bestimmungen Allahs (t) nicht angewandt werden, und das kapitalistische System, welches kurz vor seinem Zerfall ist, in allen Bereichen des Lebens Anwendung findet.

O ihr Anwohner Tunesiens, ihr Leute aus dem Land des Olivenbaums!

Dieses Land konnte eines Tages, dank des Islamischen Staates, aufblühen. Es zählte zu den besten aller Länder, dank der Gnade und Barmherzigkeit, die Allah (t) seinen Dienern durch seine Bestimmungen hat zu Teil werden lassen. Es ist an der Zeit, dass ihr den Umsturz des derzeitigen Regimes fordert. Dieses Regime bringt nur Korruption über euch und sorgt dafür, dass ihr von fremden Mächten abhängig seid. Heute ist der Zeitpunkt gekommen, o ihr Söhne der muslimischen Umma, dass ihr das allumfassende Lebenssystem des Islam, welches alle Lebensbereiche abdeckt, in die Tat umsetzt, und Allahs (t) Gesetz über alle anderen Gesetze obsiegen lasst. Lasst die von Menschenhand geschaffenen Gesetze hinter euch, sodass ihr erneut zur besten Gemeinschaft werden könnt, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Allah (t) sprach:

﴿فَلَا وَرَبِّكَ لَا يُؤْمِنُونَ حَتَّى يُحَكِّمُوكَ فِيمَا شَجَرَ بَيْنَهُمْ ثُمَّ لَا يَجِدُوا فِي أَنْفُسِهِمْ حَرَجاً مِمَّا قَضَيْتَ وَيُسَلِّمُوا تَسْلِيماً

Aber nein, bei deinem Herrn! Sie glauben nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung fügen. (4:65)

Ḥanān al-Ḫamīrī

Offizielle Sprecherin der Frauenabteilung des Medienbüros von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Tunesien

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