Montag, 15 Rabi' al-thani 1442 | 30/11/2020
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Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir

H.  12 Rabi' I 1442 No: 1442AH/007
M.  Donnerstag, 29 Oktober 2020

Presseverlautbarung

Die französischen Politiker und ihr Krieg gegen den Islam sind primär verantwortlich für brutale rassistisch motivierte Angriffe auf muslimische Frauen in Frankreich

Am 18. Oktober wurden zwei muslimische Frauen von zwei französischen Frauen im Champ de Mars Park unter dem Eiffelturm in Paris mit mehreren Messerstichen angegriffen. Die beiden Opfer sagten aus, dass der Angriff mit den Worten „schmutzige Araber“ und „Haut ab in euer eigenes Land“ begleitet wurde, während man versuchte ihnen die Kopftücher wegzureißen. Eine der muslimischen Frauen erlitt sechs Stichwunden und musste wegen einer Lungenpunktion im Krankenhaus operiert werden, während die jüngere der beiden drei Stichwunden erlitt. Trotz der brutalen Art und Weise und der offensichtlichen Intention des Angriffs lautete die anfängliche Anzeige der französischen Polizei auf einfachen bewaffneten Angriff, anstatt auf versuchten Mord mit rassistischem und religiös motiviertem Hass.

Dieser schreckliche Vorfall ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Ursache für den tief verwurzelten Rassismus und die Islamophobie in der französischen Gesellschaft liegt im intensiven Hass und der Feindschaft Muslimen gegenüber, welche französische Politiker und Medien durch ihre unerbittlichen Agitationen gegen wesentliche islamische Werte anschüren. Ihre hochgradig entzweiende, sensationssüchtige und polarisierende Rhetorik im Land, wie „islamischer Separatismus“, und der Kampf gegen den „radikalen Islam“ sind eine effektive Aufhetze und Rechtfertigung für die monströsen Taten von Rassisten und Fremdenfeinden. Im vergangenen Jahr rief der französische Präsident Emmanuel Macron in einer Rede das französische Volk dazu auf, sich „gegen den Untergrund-Islamismus, welche die Kinder Frankreichs korrumpiert, zu erheben“. Er definierte sie als „kleine Nichtigkeiten, die sich zu katastrophalen Tragödien entwickeln“ und bezeichnete dies als den Kampf der Nation „in Schule, Arbeit und im Alltag“. Inzwischen präsentierte sein Innenminister eine absurde Liste mit seines Erachtens potenziellen Anzeichen für „Radikalisierung“, wie „reguläres und ostentatives“ Beten, einen Bart wachsen lassen, und während der Begrüßung keine Küsschen mit Frauen zu teilen. Groteskerweise behauptete er sogar, Halal- und Koscherlebensmittel in Supermärkten würden zu Separatismus in Frankreich beitragen. Unklare und mehrdeutige Begriffe, wie „Radikalisierung“, „Islamismus“ und „Separatismus“ werden vorsätzlich eingesetzt um den Islam allgemein als problematisch und gefährlich zu beschmieren. Diese Stigmatisierung von Muslimen als „der innere Feind“ und als „verdächtige Gemeinschaft“ aufgrund ihrer religiösen Ansichten und Praktiken weist Ähnlichkeiten mit dem Umgang Nazi-Deutschlands mit Juden auf, und zeigt, wie dünn die Linie zwischen säkularer Herrschaft und Faschismus ist.

Darüber hinaus setzen Macron und seine anti-muslimische Regierung Charlie Hebdo, die Pariser Attacken und den Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty als Waffe ein, um damit ihre aggressive "Entradikalisierungspolitik" gegen harmlose islamische Ansichten, welche säkular liberalen Werten widersprechen, durchzusetzen. Dazu zählt bereits die Ablehnung gegen beleidigende Angriffe gegen unseren geliebten Propheten (saw), was wiederum zu Spaltung und Gewalt führt. Sie nutzen solche fadenscheinigen Anschuldigungen um die gesamte muslimische Gemeinschaft kollektiv zu bestrafen. Sie schließen Moscheen und muslimische Organisationen, überfallen tausende muslimische Haushalte und Unternehmen mit Razzien, nur aufgrund der Taten einiger weniger Individuen. Gleichzeitig kriminalisieren sie die muslimische Bevölkerung, weil sie ihre religiösen Ansichten und Werte gegen Verleumdung und Angriffe verteidigt, und verbieten ihr den Mund gegen die unzähligen Defizite des Säkularismus. Ziel ist es, eine Atmosphäre von Furcht rund um die Muslime zu generieren, sie im Würgegriff zu halten bis sie ihre islamischen Überzeugungen ablegen, und sie mit säkular liberalen Werten zwangszuernähren, weil sie es nicht vermochten die Muslime intellektuell zu überzeugen. Der französische Politikwissenschaftler, Francois Burgat, formulierte die Ansicht der kolonialistischen französischen Regierung den Muslimen und dem Islam gegenüber sehr treffend: „Der einzig „gute Muslim“ ist der Muslim, der keiner mehr ist.“ Das Ziel ist klar... Es gilt eine Version des Islam zu kreieren, die in den säkularen Rahmen passt und nicht mehr länger als der Din Allahs (st) zu erkennen ist.

Diese französischen Politiker sind absolut blind gegenüber der Tatsache, dass ihr säkulares System so viel Zwietracht, Hass und Furcht zwischen Gesellschaften gesät hat, und die Sicherheit und das Wohl aller gefährdet, und muslimische Frauen zur Zielscheibe für gewalttätige Rassisten und Islamfeinde gemacht hat. All dies ist der Beweis dafür, dass der Säkularismus eine fehlerhafte Ideologie ist, die es nicht vermag Nationen zu vereinen oder Gesellschaften aufzubauen, in der sich alle gleichermaßen respektiert fühlen und harmonisch miteinander leben können. Ist es denn verwunderlich, dass die muslimische Bevölkerung im Westen mehr und mehr diesen mangelhaften Werteausverkauf ablehnt und statt dessen sich der Erleuchtung des Din des Islam als Identität und Lebensweg annimmt?!!

Dr. Nazreen Nawaz

Leiterin der Frauenabteilung im Zentralen Medienbüro von Hizb ut Tahrir

المكتب الإعلامي لحزب التحرير
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