Montag, 02 Rabi' al-thani 1448 | 14/09/2026
Uhrzeit: (M.M.T)
Menu
Hauptmenü
Hauptmenü

Media Office

H.  5 Rabi' I 1448 No: Afg.1448/03
M.  Dienstag, 18 August 2026

 

Presseverlautbarung

US-Botschaften sind Zentren der Spionage und der Zwietracht. Die Einladung an die Vereinigten Staaten, ihre Botschaft in Afghanistan wiederzueröffnen, ist ein Verrat an den Opfern der islamischen Umma und eine Verhöhnung des Blutes der Märtyrer!

(Übersetzt)

In einem kürzlich geführten Interview mit der New York Times in Kabul lud der afghanische Außenminister die Vereinigten Staaten offiziell dazu ein, ihre Botschaft wiederzueröffnen und in die afghanische Infrastruktur sowie den Bergbausektor zu investieren. Er erklärte: „Wir betrachten das Kapitel des Krieges als beendet und wünschen uns von nun an Beziehungen, die auf gegenseitigem Respekt beruhen, sowie den Beginn eines neuen Kapitels des konstruktiven Engagements.“

Von einem „Ende des Kriegskapitels“ mit einem Staat zu sprechen, der einen umfassenden und feindseligen Krieg gegen die islamische Umma führt, ist ein strategischer Fehler und stellt ein Verschließen der Augen vor einer unbestreitbaren Realität dar. Die Vereinigten Staaten sind die Speerspitze des globalen Unglaubens und der Hauptfeind der Muslime. Auch wenn die Vereinigten Staaten derzeit keinen direkten militärischen Krieg in Afghanistan führen, macht ein auf die islamische Umma zentrierter Blickwinkel unmissverständlich klar, dass Amerika genau in diesem Moment an mehreren Fronten Muslime bekämpft und bei diesen Konflikten an vorderster Front steht. Die USA spielen eine treibende Rolle im Krieg im Jemen und in der blutigen Krise im Sudan; sie gewähren dem Zionistengebilde grenzenlose militärische, politische und waffentechnische Unterstützung beim Völkermord am Volk Palästinas und im Libanon; überdies verfolgen sie eine Politik des Drucks, der Sanktionen und der Konfrontation gegenüber dem Iran. Flankierend zu diesen Entwicklungen unterstützen sie die Besatzungs- und Repressionspolitik der indischen Regierung gegen Muslime, die Eskalation der Spannungen durch Pakistan gegen Afghanistan sowie die Ausübung von politischem, wirtschaftlichem und sicherheitspolitischem Druck auf Afghanistan.

Auf der Waagschale des Islam wird der Maßstab für Loyalität und Lossagung (al-walāʾ wa-l-barāʾ) nicht durch koloniale Grenzen oder nationalistische Konzepte bestimmt. Die Feindschaft gegenüber den Vereinigten Staaten wurzelt in der grundlegenden Konfrontation zwischen dem kufr und dem Islam. Die Verbrechen dieser Kolonialmacht in den islamischen Ländern unter dem Vorwand nationaler Interessen zu ignorieren, stellt eine Abkehr von den Prinzipien der islamischen Glaubenslehre (ʿaqīda) und eine Missachtung der einheitlichen politischen Vision des Islam dar. Darüber hinaus hat Amerikas Feindseligkeit gegenüber Afghanistan niemals geendet. Die bloße Abwesenheit einer physischen US-Militärpräsenz bedeutet keineswegs, dass der Krieg vorüber wäre oder Frieden eingekehrt sei; vielmehr haben die Vereinigten Staaten ihre Vorgehensweise von direkter militärischer Kriegsführung auf wirtschaftlichen und politischen Druck sowie geheimdienstliche Operationen verlagert. Das Einfrieren und Beschlagnahmen von Zentralbankreserven in Milliardenhöhe, die Verhängung von Wirtschaftssanktionen, die Verletzungen der afghanischen Lufthoheit und eine massive Propagandakampagne gegen islamische Werte werden mit unverminderter Härte fortgesetzt. Daher ist die Aufnahme jeglicher diplomatischer, politischer oder wirtschaftlicher Beziehungen zu einem kriegführenden Staat (daula muḥāriba fiʿlan), an dessen Händen das Blut von Muslimen klebt, aus islamrechtlicher Sicht nichtig und absolut verboten (ḥarām).

Andererseits birgt die Einladung an amerikanische Unternehmen und die US-Regierung, die Bodenschätze Afghanistans abzubauen und die Kontrolle über seine Infrastruktur zu erlangen, gleich eine doppelte Katastrophe in sich.

Erstens: Westliche kapitalistische Staaten haben schwächere Länder stets als Beute betrachtet, die es auszuplündern gilt. Diese räuberische Politik wurde in den jüngsten Abkommen bezüglich der Ukraine in aller Deutlichkeit sichtbar, wo US-Hilfen an die Übernahme der Kontrolle und Verwaltung von Bodenschätzen, Erdöl und Erdgas geknüpft wurden, was faktisch einer kolonialen Beschlagnahmung von Vermögenswerten gleichkommt.

Zweitens: Die Bodenschätze und natürlichen Ressourcen der islamischen Länder sind öffentliches Eigentum der Umma und müssen zum Wohl und zur Stärkung der Muslime sowie zur Vorherrschaft der Religion (dīn) genutzt werden. Da strategische Mineralien eine essenzielle Rolle in der Raketenindustrie, in Radarsystemen sowie in der Verteidigungs- und Militärtechnologie spielen, kommt die Übergabe dieser lebenswichtigen Ressourcen einer direkten Unterstützung der kolonialen Macht Amerikas gleich. Es schwächt die Muslime und schärft das Schwert eines Feindes, der genau diese Ressourcen nutzt, um jene Raketen und Bomben herzustellen, die anschließend auf die unterdrückten Menschen in Gaza, im Libanon und in anderen islamischen Ländern abgeworfen werden.

Der afghanische Außenminister hatte zuvor ebenfalls erklärt: „Ich glaube, dass Präsident Trumps Fähigkeit, Deals abzuschließen, sein pragmatischer Ansatz und seine Entschlossenheit Faktoren sind, die ein konstruktives Engagement mit seiner Regierung erleichtern können.“ Eine derartige Wahrnehmung amerikanischer Politiker, insbesondere von Donald Trump, steht in völligem Widerspruch zur islamischen Sichtweise. Trumps Weltbild ist durch und durch von Besitzansprüchen und kolonialem Denken geprägt. Er hegt weiterhin die Ambition, die Kontrolle über den Luftwaffenstützpunkt Bagram an sich zu reißen, unterstützt die vollständige Usurpation Palästinas und spricht nun ungeniert davon, die Straße von Hormus zum US-Territorium zu erklären.

Beharrt ihr wirklich darauf, eine enge Zusammenarbeit mit jemandem anzustreben, der den Islam nicht nur in der Praxis bekämpft, sondern seine Feindschaft auch in Worten ganz offen proklamiert? Während seiner ersten Amtszeit als Präsident erklärte Trump unmissverständlich: „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikalen islamischen Terrorismus vereinen, den wir vollständig vom Antlitz der Erde tilgen werden.“

Anstatt also eure Hoffnungen in westliche Kolonialmächte zu setzen und Deals mit ihnen einzugehen, reicht euren wahren Freunden – den Muslimen – die Hand der Brüderlichkeit. Sie rufen euch zum einzig wahren Quell der Ehre: zur Wiedererrichtung des zweiten rechtgeleiteten Kalifats gemäß dem Plan des Prophetentums. Dieser wahrhaftige Ruf (daʿwa) ist, ganz im Gegensatz zur westlichen pragmatischen Politik, kein kommerzielles oder wirtschaftliches Geschäft; vielmehr ist es ein gewaltiger Handel mit Allah (t). Wenn ihr diesem Ruf euren Beistand (nuṣra) gewährt, wird euch dies zu Ehre, Macht und einer Führungsposition in der Welt verhelfen – genau wie der Islam einst die zerstrittenen und unwissenden Araber aus den Rändern der Geschichte in eine Position der Führung und der Herrschaft über die Welt erhob.

Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir wilāya Afghanistan

المكتب الإعلامي لحزب التحرير
عنوان المراسلة و عنوان الزيارة
تلفون: 

Seitenkategorie

Links

Die westlichen Länder

Muslimische Länder

Muslimische Länder