Samstag, 14 Rajab 1447 | 03/01/2026
Uhrzeit: (M.M.T)
Menu
Hauptmenü
Hauptmenü

Media Office

H.  3 Rajab 1447 No: 1447/07
M.  Dienstag, 23 Dezember 2025

 

Presseverlautbarung

Anlässlich des Todes von Imam Fouad Saeed Abdulkadir: Wenn Zuflucht zur Tragödie wird

(Übersetzt)

Die US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) hat den Tod von Fouad Saeed Abdulkadir bestätigt. Der 46-jährige eritreische Staatsangehörige verstarb am 14. Dezember in ICE-Gewahrsam im Moshannon Valley Processing Center in Pennsylvania. Laut ICE-Angaben klagte Fouad Saeed Abdulkadir über Schmerzen in der Brust und wurde vom medizinischen Personal vor Ort sowie von Notfalldiensten behandelt. Sein Tod – einer von mehreren gemeldeten Todesfällen in ICE-Einrichtungen – wird derzeit untersucht und hat die öffentliche Kritik an den Haftbedingungen sowie dem Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung für Inhaftierte erneut verschärft.

Die muslimische Gemeinschaft betrauert den Verlust von Imam Fouad Saeed Abdulkadir, einem geachteten Bruder, dessen Rückkehr zu seinem Herrn tiefe Trauer bei seiner Familie, seinen Angehörigen und der gesamten Umma hinterlassen hat. Wir sprechen seiner Familie unser aufrichtiges Beileid aus und bitten Allah, ihm gnädig zu sein und seinen Rang zu erhöhen.

Ebenso bestürzend sind die Umstände seiner Inhaftierung. Berichten zufolge verbrachte Fouad Saeed Abdulkadir 215 Tage in Gewahrsam, während er auf eine Anhörung wartete, was ernsthafte Fragen über die Dauer von Inhaftierungen ohne rechtlichen Abschluss aufwirft. Berichte über unzureichende medizinische Versorgung und harte Haftbedingungen deuten auf systemisches Versagen hin, das Inhaftierte einem massiven Risiko aussetzt. Diese Bedingungen, gepaart mit langanhaltender Ungewissheit, führten laut Berichten zu schwerer medizinischer Not und letztlich zu seinem Tod.

Über diese individuelle Tragödie hinaus spiegelt der Fall eine umfassendere und zutiefst schmerzhafte Realität wider, mit der Muslime weltweit konfrontiert sind. In vielen Regionen erleiden Muslime Verfolgung, willkürliche Inhaftierung und Unterdrückung durch Regime und deren Handlanger, weil sie sich weigern, sich ungerechten politischen und gesellschaftlichen Ordnungen zu unterwerfen. Infolgedessen sind unzählige Menschen gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen, auf der Suche nach Sicherheit, Würde und der Freiheit, gemäß ihren Überzeugungen zu leben.

Tragischerweise begegnen viele, die Zuflucht suchen, weiterer Ungerechtigkeit in Ländern, von denen sie glaubten, sie würden ihnen Schutz bieten. Der Tod von Fouad Saeed Abdulkadir steht als eindringliche Mahnung dafür, dass Vertreibung keine Sicherheit garantiert und dass systemische Ungerechtigkeit den Schutzbedürftigen über Grenzen hinweg folgt.

Dies ist kein Einzelfall, sondern ein Spiegelbild des zerrissenen Zustands der Umma, die zerstreut, schutzlos und einer geeinten Autorität beraubt ist, die fähig wäre, das Leben und die Würde der Muslime zu schützen. Ohne einen schützenden Rahmen, der Gerechtigkeit, Repräsentation und Rechenschaftspflicht gewährleistet, bleiben die Muslime verwundbar, wo immer sie auch leben mögen.

Wir bitten Allah (t), Imam Fouad Saeed Abdulkadir gnädig zu sein, seiner Familie Geduld und Kraft zu schenken und die Umma zu vereinen und zu schützen. Möge Allah (t) dieser Umma einen Schutzschild wiedergeben, der die Unantastbarkeit des muslimischen Lebens wahrt, sie eint und den Muslimen auf der ganzen Welt Sicherheit, Würde und Gerechtigkeit bietet.

Haitham Ibn Thbait
Mediensprecher von Hizb-ut-Tahrir in Amerika
المكتب الإعلامي لحزب التحرير
عنوان المراسلة و عنوان الزيارة
تلفون: 

Seitenkategorie

Links

Die westlichen Länder

Muslimische Länder

Muslimische Länder