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Media Office
Malaysia

H.  5 Safar 1447 No: 1447/01
M.  Mittwoch, 30 Juli 2025

 

Presseverlautbarung

Ein doppeltes Unheil plagt die muslimische Umma: korrupte Herrscher und ein korruptes System – beide müssen gleichzeitig ersetzt werden

(Übersetzt)

Am 26. Juli 2025 erlebte die Stadt Kuala Lumpur eine außergewöhnliche öffentliche Protestaktion – eine Massenkundgebung mit der Forderung nach dem Rücktritt des malaysischen Premierministers, Datuk Seri Anwar Ibrahim. Diese Demonstration spiegelte den tiefen Unmut und die wachsende Frustration der Bevölkerung gegenüber einer Führung wider, die nicht nur ihre Reformversprechen nicht eingehalten, sondern das Leben der Menschen durch Steuererhöhungen, gestiegene Strompreise und steigende Kosten für lebensnotwendige Güter zusätzlich erschwert hat.

Die Empörung der Öffentlichkeit wird zusätzlich durch das, was vielerorts als Heuchelei Anwars empfunden wird, weiter angefacht. Sein Versprechen, die Korruption auszumerzen, stellt einen extremen Widerspruch zu seinem fortwährenden Schutz und der Förderung korrupter Persönlichkeiten dar. Darüber hinaus haben sich seine häufigen und kostspieligen Auslandsreisen, die oft mit dem Versprechen milliardenschwerer Auslandsinvestitionen gerechtfertigt werden, als nicht mehr als leere Rhetorik erwiesen.

Zwar ist es der Opposition gelungen, die öffentliche Stimmung für sich zu nutzen und die Proteste zu organisieren, doch hat sie es versäumt, eine tragfähige Alternative für die Regierung vorzuschlagen. Tatsächlich gibt es keine klare Nachfolge, falls Anwar Ibrahim tatsächlich zurücktreten sollte. Der Fokus bleibt einseitig – allein auf die Absetzung des Premierministers gerichtet, ohne einen glaubwürdigen Weg für die Zukunft aufzuzeigen. Tragischerweise wird die Bevölkerung weiterhin mehr durch Emotionen als durch durchdachtes politisches Handeln und wirkungsvolle Lösungen mobilisiert. Genau dieses oberflächliche Narrativ, dass das Problem allein in einer Person, nämlich Anwar Ibrahim, liege, führt die Menschen in die Irre. Sie verkennen, dass das eigentliche Problem nicht allein in der Führungsperson liegt, sondern im gesamten System, das im Land seit jeher angewendet wird.

Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1957 wurde Malaysia von zehn Premierministern und verschiedenen politischen Parteien regiert – darunter Barisan Nasional, Pakatan Harapan, Perikatan Nasional und derzeit die „Madani“-Regierung. Auch wenn ein kleiner Teil der Bevölkerung ein komfortables Leben führen kann, kämpft die Mehrheit weiterhin mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten, während soziale Probleme besorgniserregend zunehmen. Auch der Bildungssektor ist weiterhin von anhaltenden Problemen geprägt. Die Kriminalitätsrate zeigt keinerlei Anzeichen eines Rückgangs und ist in alarmierender Weise angestiegen – selbst innerhalb der Polizei ereignen sich beunruhigende Vorfälle. Die politische Landschaft ist nach wie vor durchzogen von Skandalen, Korruption, Vertrauensbrüchen, Machtkämpfen und vielfältigem Fehlverhalten – deren Leidtragende stets die Menschen im Land sind.

Kurz gesagt: Auch wenn sich die Herrschenden im Laufe der Zeit geändert haben, haben die Menschen niemals wirkliche Freude oder echten Wohlstand erfahren. In jeder Regierungsperiode haben sie immer wieder gegen die Ungerechtigkeiten der Regierung „rebelliert“ und ihre Rechte eingefordert. Seit der Ära von Dr. Mahathir Mohamad (dem ersten) stehen Premierminister unter dem Druck, zurückzutreten – sowohl aus den eigenen Reihen als auch durch äußere Kräfte. Doch jedes Mal, wenn ein neuer Premierminister ernannt wurde, blieben die erhofften Veränderungen für das Volk aus. Was sich hingegen nie geändert hat, ist das demokratische System selbst – ein System, das einst von den Kolonialmächten als Bedingung für die Unabhängigkeit des Landes auferlegt wurde.

Wie kann ein System, das von Nichtmuslimen geschaffen wurde und den Lehren des Islam widerspricht, je echte Lösungen für die muslimische Umma bieten? Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Muslime diese grundlegende Wahrheit erkennen: Einen Premierminister auszutauschen, ohne das zugrunde liegende System zu verändern, wird niemals die eigentlichen Ursachen der Probleme lösen, unter denen diese Umma leidet.

Das ist keineswegs ein rein malaysisches Phänomen. Überall in der muslimischen Welt zeigt sich dasselbe Muster: In Tunesien, Ägypten, Jemen und Libyen kam es während des Arabischen Frühlings zu Volksaufständen, die zwar die Herrscher stürzten – doch die politischen Systeme blieben bestehen, und das Leid der Bevölkerung setzte sich fort. Auch im Sudan, in der Türkei, in Pakistan, Bangladesch, Indonesien und vielen anderen muslimischen Ländern kam es wiederholt zu Machtwechseln. Doch die von den Kolonialmächten hinterlassenen säkularen Systeme blieben unangetastet. Die Folge: Der Zustand der Umma hat sich im Wesentlichen kaum verändert.

Die Umma muss diese Realität erkennen;sie darf nicht zulassen, dass sie zweimal aus demselben Loch gebissen wird.In Malaysia wurde die Umma leider nicht nur einmal oder zweimal, sondern viele Male gebissen.Immer wieder hat sich gezeigt, dass die Machthaber des demokratischen Systems es nicht nur nicht schaffen, den Islam – die eigentliche Lösung unserer Krisen – umzusetzen, sondern auch nicht willens sind, dies zu tun.Es hat sich auch gezeigt, dass das koloniale Erbe der Demokratie nicht nur unvereinbar mit dem Islam ist, sondern ausdrücklich darauf ausgelegt ist, Religion (Islam) vom Leben zu trennen.Mit anderen Worten, es wurde konzipiert, um die Umsetzung des Islam selbst zu verhindern.Dies ist die doppelte Katastrophe, die die muslimische Umma heute heimsucht: korrupte Herrscher und ein korruptes System – beides zweifelsfrei bewiesen.

Tatsächlich bringen korrupte Systeme korrupte Herrscher hervor, und korrupte Herrscher erhalten die korrupten Systeme.So wie der Kommunismus kommunistische Herrscher hervorbringt, die den Kommunismus aufrechterhalten, und der Kapitalismus kapitalistische Herrscher, die den Kapitalismus bewahren, so setzt auch die Demokratie ihren eigenen fehlerhaften Kreislauf fort.Herrscher und System sind zwei Seiten derselben Medaille – untrennbar und sich gegenseitig verstärkend.

Der einzige Ausweg für die Umma aus diesen Katastrophen besteht daher darin, Herrscher und System gleichzeitig auszutauschen. Im Islam ist der rechtmäßige Herrscher der Kalif, und das rechtmäßige System und der Staat ist das Kalifat. Hizb-ut-Tahrir arbeitet unermüdlich daran, dies weltweit zu verwirklichen, und dies ist unser Aufruf an die gesamte Umma, nämlich mit uns Hand in Hand an der Wiederherstellung zu arbeiten.

Abdul Hakim Othman
Offizieller Mediensprecher von Hizb-ut-Tahrir
in Malaysia
المكتب الإعلامي لحزب التحرير
Malaysia
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