Media Office
im gesegneten Land Palästina
| H. 28 Dhu al-Qi'dah 1447 | No: BN/S1447/22 |
| M. Freitag, 15 Mai 2026 |
Presseverlautbarung
Die Al-Aqsa-Moschee wird gestürmt und Rufe nach ihrem Abriss ertönen vor den Augen und Ohren der Umma Muhammads (s)!
(Übersetzt)
Am Donnerstag, dem 14. Mai 2026, stürmte Itamar Ben-Gvir die Al-Aqsa-Moschee und tanzte in Begleitung mehrerer Rabbiner auf ihren Vorplätzen. Dabei skandierten sie jene Parole, die seine Armee bereits am Tag der Besetzung Jerusalems und der Al-Aqsa-Moschee im Jahr 1967 rief: „Der Tempelberg gehört uns.“ Er erklärte: „Heute mehr denn je ist die Al-Aqsa-Moschee in unseren Händen“ (Al Jazeera).
Ben-Gvirs Eindringen wurde von Flaggenmärschen und Razzien begleitet, die von Ministern und Knesset-Abgeordneten des usurpierenden Zionistengebildes angeführt wurden. Benjamin Netanjahu vollendete dieses Bild der zionistischen Vereinnahmung der Al-Aqsa-Moschee und ihrer gesegneten Stadt mit den Worten: „Ich sage der ganzen Welt, dass Jerusalem unsere historische und ewige Hauptstadt bleiben wird, vereint unter israelischer Souveränität“ (Al Jazeera).
Flankierend zu diesem Generalangriff des Gebildes auf die Al-Aqsa-Moschee – der ihre systematische Entweihung zementiert und sogar in Rufe nach ihrem Abriss sowie in Drohungen gegen ihre bloße Existenz mündet – hielt Mahmud Abbas seine Rede vor der achten Konferenz der Fatah-Bewegung. Spöttisch erklärte er: „Wir wollen das verräterische Oslo-Abkommen, und wir wollen es bewahren. Es ist verräterisch, aber wir wollen es bewahren!“ Er spottet über den Verrat, obwohl er selbst dessen Verursacher ist – möge Allah ihn erniedrigen. Die maßlosen Übergriffe auf die Al-Aqsa-Moschee kommentierte er hingegen mit keinem einzigen Wort. Auch die Erklärung der Abteilung für Jerusalem-Angelegenheiten der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) spricht ihn nicht von seinem Verrat an der Al-Aqsa-Moschee frei. Darin hieß es lediglich, die Rufe nach einem Abriss der Moschee stellten „eine beispiellose Eskalation“ dar (WAFA). Dies ist eine Erklärung, die weder nährt noch den Hunger stillt. Von einer Organisation, deren Präsident den Verrat als Gegenstand für Scherze und Spott betrachtet, ist ohnehin nichts anderes zu erwarten. Möge Allah sie mit Schmach beschlagen.
Was das jordanische Regime – den sogenannten Wächter – betrifft, so beschränkte es sich auf das übliche Verurteilen. Es bezeichnete Ben-Gvirs Eindringen als „einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht, eine inakzeptable Provokation und eine schwere Verletzung des historischen und rechtlichen Status quo.“ (WAFA) Ganz so, als sei es nicht ebenjenes Völkerrecht gewesen, das den Zionisten in Palästina erst Möglichkeiten gegeben hat! Und ganz so, als sei zwar die Stürmung der Al-Aqsa-Moschee eine inakzeptable Provokation, während die Besatzung der Moschee, ihre Auslieferung, die Enteignung des Volkes des gesegneten Landes, dessen Ermordung und Vertreibung als Provokationen im akzeptablen Rahmen gälten! Oder als ob der historische und rechtliche Status quo ein Fundament wäre, auf das man bauen könnte, um Palästina vor den Zionisten zu retten!
Die Erklärungen der Arabischen Liga waren nicht minder katastrophal; vielmehr machten sie alles nur noch schlimmer, als sie „internationalen Schutz für das Volk Palästinas forderten und die internationale Gemeinschaft drängten, Israel dazu zu zwingen, seine illegale Besatzung des Landes Palästina, einschließlich Ost-Jerusalems, zu beenden.“ (WAFA) Ganz so, als habe die Liga keinerlei Bindung zum Volk Palästinas und verweise es stattdessen pflichtvergessen an seine Vormünder, die „internationale Gemeinschaft“! Sie spricht von der Rechtslage in einer Weise, die vor Verrat nur so trieft, und erkennt ein Recht an, das den Großteil Palästinas den Juden übergeben hat! Noch absurder ist, dass ihre Erklärung exakt auf den Jahrestag der Nakba fällt, an dem Palästina besetzt wurde. Sie gedenken dieses Tages, während sie im selben Atemzug das Recht der Zionisten auf genau das anerkennen, was diese während ebendieser Nakba usurpiert haben!
Die Haltung der Autonomiebehörde, der Inhaber der sogenannten Wächterschaft, der Arabischen Liga und der in unseren Ländern herrschenden Regime offenbart der islamischen Umma wahrlich nichts Neues. Sie alle sind es doch, die Palästina und den Ort der Nachtreise (isrāʾ) des Gesandten Allahs (s) für einen Spottpreis an die verfluchten Besatzer verschachert haben. Ihre Reaktionen erschöpfen sich im demütigen Appell an die internationale Gemeinschaft, denn sie betrachten weder die Al-Aqsa-Moschee noch das gesegnete Land (Palästina) als ihre eigene Angelegenheit.
Doch diese Positionen rufen der Umma unweigerlich ins Gedächtnis, dass Palästina – dessen Besatzung nunmehr seit fast acht Jahrzehnten andauert – noch immer auf eine ernsthafte Erhebung der Umma zur Rettung Jerusalems wartet. Heute sieht die Umma mit eigenen Augen, wie die Al-Aqsa-Moschee gestürmt wird, und hört mit eigenen Ohren die Rufe nach ihrem Abriss, um an ihrer Stelle einen angeblichen Tempel der Besatzer zu errichten. Diese Leute hätten es niemals gewagt, so weit zu gehen, noch hätten sie in Palästina jemals auch nur den Hauch von Stabilität gefunden, hätten sie eine wahrhaftige Erhebung der Umma und ihrer Soldaten miterlebt.
Eine ernsthafte Erhebung der Umma bedeutet nicht, das Volk Palästinas lediglich zur Geduld zu ermahnen, während es weder über Macht noch über Mittel verfügt; während die Menschen ermordet, ihre Besitztümer geplündert, ihr Land geraubt, ihre Bäume gefällt und ihr Vieh vor ihren eigenen Augen weggetrieben wird, ohne dass sie sich zur Wehr setzen können. Eine ernsthafte Erhebung bedeutet vielmehr, dass diejenigen, die über Macht verfügen, den Machtlosen beistehen, und dass diejenigen, die zum Sieg verhelfen können, den Hilfesuchenden zur Seite stehen.
Eine ernsthafte Erhebung der Umma besteht heute nicht mehr darin, an die Herrscher zu appellieren, aktiv zu werden und die Armeen zu mobilisieren. Denn diese Herrscher haben sich beharrlich in die Position begeben, das Gebilde und dessen Existenz zu verteidigen; sie haben die Grenze vom bloßen Verrat zur offenen Verschwörung längst überschritten. Eine ernsthafte Erhebung erfordert vielmehr, diese Regime restlos zu zerschlagen, die Armeen der Umma aus ihrem Würgegriff zu befreien und sie von ihren Ketten zu lösen, damit sie aufmarschieren in Richtung der Al-Aqsa-Moschee und hin zur Befreiung des gesegneten Landes!
Die Al-Aqsa-Moschee, ihr Umland und ihre Bewohner rufen nach einer Umma, die fähig ist, aus ihrem Schoß tausend Saladin, tausend Qutuz und unzählige muǧāhidīn hervorzubringen – Männer, die Palästina befreien und die Führung der Welt übernehmen werden. Wie also kann eine Umma, deren bloßer Zornesruf Staaten stürzen könnte, zögern, ihrer ersten qibla beizustehen, den Ort der Nachtreise (isrāʾ) ihres Gesandten (s) zu befreien und ihr Volk in Palästina zu erretten?! Wie kann sie zögern, sie vor einem Feind zu retten, der von Natur aus zu den feigsten aller Menschen zählt, der am schwächsten im Kampf ist und sich am verzweifeltsten an dieses weltliche Leben klammert? Ein Feind, der niemals imstande wäre, einer Umma auf dem Schlachtfeld standzuhalten – und schon gar nicht der Umma des Dschihad und des Martyriums!
(يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا هَلْ أَدُلُّكُمْ عَلَىٰ تِجَارَةٍ تُنجِيكُم مِّنْ عَذَابٍ أَلِيمٍ * تُؤْمِنُونَ بِاللَّهِ وَرَسُولِهِ وَتُجَاهِدُونَ فِي سَبِيلِ اللَّهِ بِأَمْوَالِكُمْ وَأَنفُسِكُمْ ذَٰلِكُمْ خَيْرٌ لَّكُمْ إِن كُنتُمْ تَعْلَمُونَ)
Ihr, die ihr glaubt! Soll ich euch auf einen Handel hinweisen, der euch vor einer schmerzhaften Strafe errettet? (Er besteht darin, dass) ihr an Allah und Seinen Gesandten glaubt und euch auf dem Weg Allahs mit eurem Besitz und mit eurem eigenen Leben abmüht. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet! (61:10-11)
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