Media Office
Das zentrale Medienbüro
| H. 28 Dhu al-Hijjah 1447 | No: 1447AH/091 |
| M. Montag, 29 Juni 2026 |
Presseverlautbarung
Wartet Erdoğan etwa darauf, dass die Zionisten Ankara bombardieren, bevor er seine Armee mobilisiert?!
(Übersetzt)
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte in einer Rede vor der Parlamentsfraktion der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) im türkischen Parlament: „Wir sind uns des ultimativen Ziels der Wahnvorstellungen vom ‚Gelobten Land‘ vollauf bewusst und werden dies, so Gott will, niemals zulassen.“ Er stellte klar, dass die Sicherheit der Türkei nicht erst in der südtürkischen Provinz Hatay beginne, sondern bereits in Aleppo, Damaskus und Beirut. Er fuhr fort: „Wenn das tyrannische Gebaren Israels nicht gestoppt wird, wird nicht nur die Region, sondern die gesamte Menschheit den Preis dafür zahlen.“ Erdoğan forderte die Weltmächte auf, eine klarere Haltung gegenüber dem zionistischen Gebilde einzunehmen, und sagte: „Israel dazu zu bringen, sich wieder an rechtsstaatliche Regeln zu halten, ist nicht länger nur die Aufgabe einiger weniger Länder, sondern eine gemeinsame Verantwortung, die der gesamten Menschheit obliegt.“
Erdoğan spricht vom zionistischen Gebilde und bezeichnet es in ein und derselben Rede als winziges Konstrukt, behauptet aber im selben Atemzug, dass seine Eindämmung und Bekämpfung das Eingreifen der Weltmächte und der gesamten Menschheit erfordere! Obwohl er das Treiben des zionistischen Gebildes in der Region exakt beobachtet und sich dessen expansionistischer, biblischer Ambitionen vollkommen bewusst ist, beschränkt er sich auf das bloße Zusehen und Verurteilen, ohne auch nur im Geringsten zur Tat zu schreiten! Und obgleich er die Sicherheit von Aleppo, Damaskus und Beirut als untrennbar mit der eigenen Sicherheit Ankaras betrachtet und mit eigenen Augen sieht, wie die Zionisten Beirut, Damaskus, Aleppo und andere Städte unerbittlich angreifen, hüllt er sich weiterhin in völliges Schweigen!
Dies erinnert an die Erklärungen, die iranische Führer über Jahre hinweg abgaben. Sie tönten stets davon, das Zionistengebilde von der Landkarte zu tilgen und seine Existenz „binnen acht Minuten auszulöschen“, sollte es den Iran jemals angreifen. Sie warteten, schauten zu und stießen hohle Drohungen aus – bis das zionistische Gebilde es schließlich wagte, zuzuschlagen, gezielte Tötungen durchzuführen, Zerstörung zu säen und einen bösartigen Angriff auf den Iran zu entfesseln.
Wartet Erdoğan nun allen Ernstes darauf, dass sein Land dasselbe Schicksal ereilt wie den Iran, bevor er es verteidigt? Ist er blind und taub gegenüber den zionistischen Ränkespielen und ihren permanenten Drohungen, die Region zu überrennen und nach dem Iran auch die Türkei und Ägypten anzugreifen? Oder hält er sich für klüger und gewiefter als all jene, die bereits die bitteren Konsequenzen ihres Vertrauens in den ungläubigen Kolonialisten sowie ihres Verrats an ihrer Umma und ihrem Land tragen mussten?
Dieses Fratzengebilde ist ein krebsartiges Geschwür, das einzig und allein die Sprache der Gewalt versteht und sich an keinerlei Versprechen oder Abkommen hält. Seine Expansionsgelüste in Mesopotamien und seine Pläne zur Neuordnung des Nahen Ostens sind offenkundig und offen deklariert. Angesichts dessen verfehlen bloße Drohungen und Einschüchterungsversuche jegliche Wirkung, solange sie nicht auf dem Schlachtfeld mit Taten untermauert werden.
Darüber hinaus lassen sich die Belange der islamischen Umma nicht fragmentieren oder durch die verblendete Brille von Nationalismus und Patriotismus betrachten. Die islamische Umma ist eine einzige, unteilbare Umma; ihr Krieg ist einer, und ihr Frieden ist einer. Was Gaza oder Jerusalem widerfährt, widerfährt gleichermaßen Damaskus, Ankara, Kairo und Islamabad. Das unumstößliche Grundprinzip lautet, dass die Armeen der Türkei, Ägyptens, Syriens und alle muslimischen Heere mobilisieren müssen, um jedem islamischen Land – wo auch immer es sich befinden mag – beizustehen. Dass ein Herrscher tatenlos abwartet, bis die Zionisten an seine eigene Tür klopfen und seinen Thron ins Wanken bringen, ist schlichter Wahnsinn.
Schluss mit der leeren Rhetorik und den Phrasen, Erdoğan! Wenn du aufrichtig bist, dann mobilisiere deine Armee, um das zionistische Gebilde mitsamt seinen Wurzeln auszureißen und die Umma von dessen Übel zu befreien. Andernfalls räume das Feld für die aufrichtigen Führer und Vordenker, damit sie das Wort ergreifen und das Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums ausrufen können, um den Weg der rechtgeleiteten Kalifen der Muslime fortzusetzen und es als ein Kalifat des Ruhms, der Macht und der Befreiung wiederaufzubauen.
(لِلَّهِ الْأَمْرُ مِن قَبْلُ وَمِن بَعْدُ وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ * بِنَصْرِ اللَّهِ يَنصُرُ مَن يَشَاءُ وَهُوَ الْعَزِيزُ الرَّحِيمُ)
Die Entscheidung liegt bei Allah, vorher und nachher. Und an jenem Tag werden sich die Gläubigen freuen über die Hilfe Allahs. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.(30:4-5)
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