Media Office
Türkei
| H. 19 Muharram 1448 | No: 1448/01 |
| M. Samstag, 04 Juli 2026 |
Presseverlautbarung
Ob Trump oder die NATO... Wir lehnen jegliche Zusammenarbeit mit den Ungläubigen entschieden ab!
(Übersetzt)
Nach 22 Jahren bereitete sich die Türkei erneut darauf vor, den Gipfel des Nordatlantikpakts (NATO) – einer Allianz von Besatzungsmächten – auszurichten. Für den Gipfel, der am 7. und 8. Juli in Ankara stattfand, wurde über die Stadt ein Zustand verhängt, der einem Ausnahmezustand gleicht. Seit Monaten liefen intensive Vorbereitungen, um den amerikanischen Präsidenten Trump und die Staats- und Regierungschefs von 32 Ländern zu empfangen. Zu diesen Vorkehrungen gehörten der Ausbau und die Neuasphaltierung von Straßen, der Austausch von Kanaldeckeln, Bepflanzungen und Landschaftsgestaltung, die Errichtung neuer Konferenzgebäude, der Neuanstrich von Fassaden, die Dekoration von Straßen und Wegen mit NATO-Propaganda – ja sogar die Einführung einer Uniformpflicht für Taxifahrer und das Einfangen aller Straßenhunde Ankaras in einer Nacht und Nebelaktion! All dieser Aufwand wurde nicht etwa für das muslimische Volk der Türkei betrieben, sondern einzig und allein für ungläubige Führer, die sich gerade einmal zwei Tage in Ankara aufhielten.
Dabei wurde geflissentlich ignoriert, dass ein perverser Epstein-Stammgast wie Trump – der in Ankara mit prunkvollen Zeremonien hofiert wird – ein direkter Mittäter bei den Massakern und dem Völkermord in Gaza ist. Seine Teilnahme an diesem Gipfel auf Einladung der Türkei wurde stattdessen mit Beifall und Jubel quittiert. Um den Vereinigten Staaten und den westlichen Ländern absolute Sicherheit zu garantieren, wurden überdies Razzien in den Häusern der eigenen Bevölkerung durchgeführt und willkürliche Festnahmen vollzogen!
Wir von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Türkei betonen unmissverständlich, dass die Beherbergung der Staatschefs der NATO – dieser besatzerischen Allianz – auf dem Boden Ankaras einen Verrat an Allah, am Islam und an den Muslimen darstellt. Wir wollen weder Trump noch die NATO auf unserem Boden und lehnen jegliche Zusammenarbeit mit den Ungläubigen (kuffār) kategorisch ab.
Die NATO wurde 1949 gegründet und fungierte während des gesamten Kalten Krieges als kollektives Bündnis, das Amerika und die westlichen Staaten vor der Sowjetunion schützte. Über 40 Jahre lang unternahm dieses Bündnis keine einzige militärische Intervention gegen die Sowjetunion. Doch nach 1990 änderte es sein Bedrohungskonzept grundlegend und nahm den Nahen Osten und die islamischen Länder ins Visier. Seine Militäroperationen und die Besetzung von Bosnien, Kosovo, Afghanistan, dem Irak, Libyen, Somalia und weiteren islamischen Ländern sind der unbestreitbare Beweis für seine wahren Ziele ab jenem Zeitpunkt. Daher war bereits die Ausrichtung des NATO-Gipfels in Istanbul im Jahr 2004 – zu einer Zeit, als Afghanistan und der Irak unter Besatzung standen – eine gewaltige Schande. Die Wiederholung dieses Verrats nach nun 22 Jahren ist nichts als ein Akt tiefster Demütigung und Schande. Allah (t) sprach:
(أَيَبْتَغُونَ عِندَهُمُ الْعِزَّةَ فَإِنَّ الْعِزَّةَ لِلَّهِ جَمِيعاً)
Suchen sie etwa bei ihnen die Ehre? Wahrlich, alle Ehre gehört Allah allein. (4:139)
Die Verstrickungen der Türkei mit der NATO – eine Allianz des Bösen – hat bis zum heutigen Tag weder uns noch unseren Nachbarn in den islamischen Ländern auch nur den geringsten Nutzen gebracht. Der einzige Grund, warum die Vereinigten Staaten und die westlichen Länder der Türkei eine derart große Bedeutung beimessen, liegt in ihrem Kalkül, sie als Pufferzone zu missbrauchen, um sich selbst vor potenziellen Bedrohungen abzuschirmen. Daher sollte die Türkei, die über die zweitgrößte Armee innerhalb der NATO verfügt, ihre militärische Stärke, ihr personelles Potenzial, ihre Bevölkerungszahl, ihre strategische Lage und ihre Errungenschaften in der Rüstungsindustrie keinesfalls dazu nutzen, um den ungläubigen Westen zu beschützen. Sie muss diese Ressourcen vielmehr einsetzen, um die Muslime zu schützen und die Führung der islamischen Länder zu übernehmen. Allah (t) spricht:
(وَلَن يَجْعَلَ اللَّهُ لِلْكَافِرِينَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ سَبِيلاً)
Und Allah wird den Ungläubigen niemals einen Weg (der Herrschaft) über die Gläubigen geben. (4:141)
Die von den USA angeführte NATO ist eine Kreuzfahrerallianz, und die Ungläubigen bilden eine einzige Gemeinschaft im Kampf gegen die Muslime. Die islamische Umma bedarf heute jenes Staates, der die Muslime vereint – nämlich des rechtgeleiteten Kalifats. Es ist exakt jener Staat, den die Vereinigten Staaten und die NATO fürchten. Daher ist es nicht die Aufgabe der Türkei, als vorgelagerter Stützpunkt für dieses bösartige Bündnis zu dienen. Ihre wahre Pflicht besteht vielmehr darin, ihre historische Rolle wieder einzunehmen: die Führung der islamischen Umma durch die Wiedererrichtung des rechtgeleiteten Kalifats.
Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir / wilāya Türkei
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