Vorschau zur 572 Ausgabe der Zeitschrift Al Rayah
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In einem jüngst geführten Interview mit Sean Hannity auf Fox News belebte der US-Außenminister, Marco Rubio, die altbekannte Rhetorik vom sogenannten „radikalen Islam“, expansionistischen Kalifaten und vermeintlichen Bedrohungen für den Westen neu. Seine Kommentare spiegeln nicht nur die zwei Jahrzehnte alte Post-9/11-Narrative wider, sondern offenbaren etwas viel Tieferes: die unterschwellige Angst des Westens vor einer mächtigen, geeinten muslimischen Welt.
Die Indian Express hat einen Artikel mit dem Titel „Wenn Abwesenheit lauter spricht als Präsenz: Muslimische Frauen und Indiens Parlament“ veröffentlicht. Darin wird der eklatante Mangel an politischer Vertretung muslimischer Frauen thematisiert. Seit der ersten Sitzung des Lok Sabha (Indiens Parlament) im Jahr 1952 haben nicht mehr als insgesamt achtzehn muslimische Frauen im indischen Parlament Platz genommen – eine Zahl, die die Dimension ihrer politischen Marginalisierung deutlich macht. Diese Unterrepräsentation steht im Mittelpunkt eines neuen Buches des Journalisten Rasheed Kidwai und des Politikwissenschaftlers Ambar Kumar Ghosh. Unter dem Titel „Missing from the House: Muslim Women in the Lok Sabha“, erschienen 2025 bei Juggernaut, zeichnen die Autoren ein ernüchterndes Bild: Die Autoren machen keinen Hehl daraus,a wie oft eine solche Repräsentation eine Alibi-Handlung war. Die Kandidatur einer muslimischen Frau diente eher als symbolische Geste denn als Möglichkeit für echten Einfluss und wirkliche Mitgestaltung. Für viele Parteien diene ihre Nominierung eher als symbolische Geste denn als Möglichkeit für echten Einfluss und wirkliche Mitbestimmung.
Die Zeitung Le Figaro berichtete über eine Studie des Instituts IFOP, wonach Muslime im Alter zwischen 15 und 24 Jahren – im Unterschied zu früheren Generationen – eine deutliche Hinwendung zu besonders strengen Ausprägungen der Religion erkennen lassen und dabei die Scharia den Gesetzen der Republik vorziehen. In einem exklusiven Bericht aus der Feder von Jean-Marie Guénois erläuterte die Zeitung, dass die Studie, die den Zeitraum von 1989 bis heute umfasst, auf einen tiefgreifenden Wandel innerhalb der jungen muslimischen Generation in Frankreich hindeutet. Demnach zeigt sich ein signifikanter Anstieg strikt religiöser Praktiken sowie eine verstärkte Sympathie für islamistische Strömungen, und zwar in einem Ausmaß, das die Situation vor drei Jahrzehnten bei Weitem übertrifft (Al-Jazeera).
Angesichts der amerikanischen Offensive gegen den Libanon und die Region im Rahmen des Projekts der Normalisierung und der Kapitulation und angesichts der Bemühungen der US-Regierung unter Trump und seinem Team, weitere Herrscher der muslimischen Länder in die Abraham-Abkommen hineinzuziehen, kommt der Besuch der US-Sondergesandten für den Nahen Osten, Morgan Ortagus, beladen mit politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Druckmitteln, Drohungen und Bedingungen gegen den Libanon.
Muslimische Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern sehen sich zunehmend mit behindernden und diskriminierenden Maßnahmen in Bildungseinrichtungen und anderen öffentlichen Organisationen konfrontiert.Diese Maßnahmen werden oft als nebensächliche oder vereinzelte Vorfälle dargestellt.