- |
بسم الله الرحمن الرحيم
Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen
Nachricht und Kommentar
Der Krieg im Gazastreifen und die wachsende Ungerechtigkeit in der Welt bewegen Briten zum Übertritt in den Islam
Nachricht:
Globale Konflikte – so zeigt ein Bericht - bringen Briten dazu, zum Islam zu konvertieren, insbesondere der Krieg der zionistischen Entität gegen Gaza. Forscher des in Großbritannien ansässigen Instituts Influence of Faith in Life (IIFL) stellten fest, dass weltweite Konflikte der häufigste Beweggrund für den Übertritt zum Islam sind. Dies berichtete die britische Zeitung The Telegraph. Die Forscher erklärten, dass diese Erkenntnisse die „weit verbreiteten Berichte über einen Anstieg der Konversionszahlen zum Islam“ im Zuge des anhaltenden Konflikts zwischen der zionistischen Entität und Gaza stützen könnten.
Das Institut befragte 2.774 Personen, die eine Veränderung ihrer religiösen Überzeugungen erlebt hatten, und stellte fest, dass sich die Beweggründe und Auswirkungen je nach Religion deutlich unterscheiden. Bei denjenigen, die zum Islam konvertierten, wurden globale Konflikte mit 20 Prozent sowie psychische Gesundheit mit 18 Prozent am häufigsten als prägende Lebensereignisse genannt, die zu ihrem Übertritt beigetragen haben.
Der Bericht wies zudem darauf hin, dass mediale Deutungen, die das wachsende Interesse am Islam mit Konflikten in Verbindung bringen, welche muslimische Gesellschaften betreffen, durchaus Gewicht haben könnten. Weiter heißt es, dass Konvertiten zum Islam während ihres Glaubenswegs häufig auf zeitgenössische globale Konflikte sowie auf Wahrnehmungen von Ungerechtigkeit verweisen, die sie in dieser Phase begleitet haben.
Der Bericht ergänzt: „Dieses Muster könnte die Medienberichte aus dem späten Jahr 2023 und dem Jahr 2024 stützen, die auf einen deutlichen Anstieg von Übertritten zum Islam nach dem jüngsten Krieg zwischen dem zionistischen Gebilde und Gaza hinweisen. Der hohe Anteil jüngerer Konvertiten, die die Welt als ‚zunehmend ungerecht‘ beschreiben und zugleich eine kritische Haltung gegenüber den Medien äußern, könnte diesen Trend hin zu einem als moralischer und gerechter empfundenen Zugang zum Islam weiter verstärken.“
(Nach einer leicht bearbeiteten Fassung von Al-Youm as-Sabea)
Kommentar:
Der brutale Vernichtungskrieg gegen Gaza hat in westlichen Ländern zu einem Anstieg der Konversionen zum Islam geführt. Dies geschah, nachdem viele Menschen die Geduld, Standhaftigkeit und Ergebenheit unter Allahs Bestimmung seitens der Bewohner Gazas gesehen hatten sowie ihren Dank gegenüber Allah für das, was sie erlitten und verloren haben – an Angehörigen, Häusern und Besitz. Ebenso beeindruckte viele ihre Bereitschaft, das Wertvollste für Allah hinzugeben.
All dies veranlasste zahlreiche Menschen dazu, den Koran zu lesen, sich mit dem Islam zu beschäftigen und ihn anzunehmen, da es der Islam ist, der solche standhaften, starken, geduldigen und auf Lohn hoffenden Persönlichkeiten hervorbringt.
Auf der anderen Seite erkannten viele die Unwahrheit der Propaganda, die von den Medien in ihren Ländern über die Realität des Konflikts in Palästina verbreitet wurde, ebenso wie die Verzerrung des Bildes des Islam und der Muslime durch deren Darstellung als Terroristen und Extremisten. Gepriesen sei Allah, der aus Prüfungen Gaben und Wohltaten hervorgehen lässt!
Die Kriege und Konflikte in der Welt, insbesondere in den muslimischen Ländern, haben die wahre Natur des kapitalistischen Systems und der kolonialen Staaten, die es vertreten, offengelegt. Sie haben gezeigt, wie viel Ungerechtigkeit und Leid die gesamte Welt unter ihrer Vorherrschaft erfährt. Ebenso wurde deutlich, dass diese Staaten – allen voran die USA – ausschließlich materiellen Wert und wirtschaftlichen Gewinn zählen lassen, selbst wenn dies auf Kosten des Blutes Unschuldiger, der Zerstörung ihrer Länder, ihrer Verwüstung und der Vertreibung ihrer Bevölkerung geschieht. Diese Staaten schrecken vor keiner Methode und keinem Mittel zurück, um ihre Interessen durchzusetzen. Hinzu kommen Arroganz, Überheblichkeit und eine herablassende Haltung, mit der ihre Machthaber auftreten – kaum jemand verkörpert dies deutlicher als Trump - die sich verhalten, als gehöre ihnen die ganze Welt und als seien die Menschen ihre Untertanen. Diese Staaten und ihre kapitalistischen Ideen haben der Welt nichts anderes gebracht als Angst, Zerstörung, Elend und Ungerechtigkeit. Genau dies hat - wie der Bericht aufzeigt - viele Menschen in Großbritannien und anderen westlichen Ländern dazu veranlasst, den Islam anzunehmen. Sie fanden im Islam jene Gerechtigkeit und Sicherheit, die sie im Kapitalismus nicht vorfinden.
Wenn dies bereits unter den heutigen Umständen geschieht – obwohl es keinen Staat gibt, der den Islam praktisch umsetzt und dadurch Güte, Gerechtigkeit, Sicherheit und ein würdiges Leben verbreitet –, wie wird es dann erst sein, wenn ein solcher Staat existiert: das „zweite rechtgeleitete Kalifat nach dem Plan der Prophetenschaft“? Dann werden die Menschen in Scharen in den dīn, die Lebensordnung Allahs, eintreten. Und die Welt wird durch das Licht des Islam und seine Gerechtigkeit erhellt werden, nachdem sie zuvor unter dem Feuer des Kapitalismus und der Gier der Kolonialmächte gelitten hat.
So bitten wir Allah, dass wir Zeugen dieses Tages sein dürfen – möge er bald eintreten, so Allah will!
﴿إِذَا جَاء نَصْرُ اللَّهِ وَالْفَتْحُ * وَرَأَيْتَ النَّاسَ يَدْخُلُونَ فِي دِينِ اللَّهِ أَفْوَاجاً * فَسَبِّحْ بِحَمْدِ رَبِّكَ وَاسْتَغْفِرْهُ إِنَّهُ كَانَ تَوَّاباً﴾
Wenn Allahs Hilfe kommt und du die Menschen in Scharen in die Religion Allahs eintreten siehst, dann lobpreise deinen Herrn und bitte Ihn um Vergebung; gewiss, Er ist Reueannehmend. (110:1-3)
Geschrieben für das zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
Bara‘a Manasra



