Media Office
Wilaya Jemen
| H. 14 Rajab 1447 | No: 1447/13 |
| M. Sonntag, 08 Februar 2026 |
Presseverlautbarung
Die Herrscher Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate machen den Jemen zu einem Schauplatz ihres Konflikts – im Dienst der Ungläubigen. So zeigen sie sich im Jemen entschlossen und hart, während sie sich gegenüber dem zionistischen Gebilde unterwürfig und nachgiebig verhalten!
(Übersetzt)
Mehrere Medien, darunter der Fernsehsender Al-Jazeera, veröffentlichten eine Erklärung des saudi-arabischen Verteidigungsministers Khalid bin Salman vom Samstag, dem 27.12.2025. Darin forderte er den Südjemenitischen Übergangsrat auf, die Eskalation zu beenden und seine Truppen aus den Militärlagern der Provinzen Hadramaut und al-Mahra abzuziehen.
Riad reagierte auf die Bekanntgabe des Südjemenitischen Übergangsrates vom 09.12.2025, die vollständige Kontrolle über die Provinzen Hadramaut und al-Mahra übernommen zu haben, indem es am 12.12.2025 eine Delegation nach Aden entsandte – unter Beteiligung von Abu Dhabi –, um Möglichkeiten für den Abzug der Kräfte des Übergangsrates zu erörtern und deren Stellungen an die Truppen des „Nationalen Schutzschilds“ (Dirʿ al-Watan) zu übergeben. Anschließend veröffentlichte das saudische Außenministerium am 25.12.2025 eine Erklärung, in der es hieß, dass sich die Bewegungen der Kräfte des Übergangsrates „einseitig“ vollzogen hätten unter Andeutung des Einsatzes von Gewalt, „was unabsehbare Folgen nach sich ziehen könnte“. Dabei setzte Saudi-Arabien als Ultimatum für die Rückkehr der Kräfte an ihren ursprünglichen Ausgangsort den 29.12.2025 fest. In der Nacht zu Dienstag, dem 30.12.2025, kreisten saudische Kampfflugzeuge über der Stadt Seiyun und warfen Leuchtbomben ab. In den frühen Morgenstunden desselben Tages griffen die Flugzeuge zudem die Ladung zweier Schiffe mit gepanzerten Fahrzeugen und Waffen an, die aus dem Hafen von Fudschaira gekommen waren, nachdem diese auf offener See ihre Ortungssysteme deaktiviert hatten.
Riad hat im Süden des Jemen ihre Werkzeuge, darunter die Kräfte des Bündnisses der Hadramaut-Stämme unter der Führung von Scheich Amr bin Habrish. Zudem verfügt es über die Truppen des „Nationalen Schutzschilds“ (Dirʿ al-Watan), die Saudi-Arabien im Jahr 2023 gegründet und gefördert hat, um sie zur Stärkung des eigenen Einflusses zu nutzen. Es handelt sich hierbei um Truppen, die der probritischen Regierung al-Alimis unterstellt sind. Doch Saudi-Arabien setzt diese Regierung stark unter Druck. Schließlich führt Riad die arabische Koalition an, beherbergt al-Alimi und seinen Regierungsrat und übt erheblichen wirtschaftlichen Druck aus, indem es die Einlagen der zur Regierung Alimi gehörenden Aden-Bank kontrolliert. Zudem veranlasste Saudi-Arabien, dass die Öleinnahmen aus dem Süden des Jemen auf die Saudi National Bank überwiesen werden. Dadurch ist die Regierung al-Alimi faktisch zu einem Gefangenen Riads geworden. Und da die Alimi-Regierung in ihrer Abhängigkeit den Briten zugerechnet wird, verfährt sie entsprechend britischer Linie: Sie arrangiert sich mit Riad, stellt allerdings gleichzeitig Fallen auf. Sollte man in eine Sackgasse geraten, erteilt Großbritannien über die Vereinigten Arabischen Emirate dem Südjemenitischen Übergangsrat grünes Licht für Maßnahmen, die Saudi-Arabien und die hinter ihm stehenden USA stören sollen.
Demgegenüber verfügt Abu Dhabi, der Schützling Großbritanniens, über den Südjemenitischen Übergangsrat sowie über Tariq Salih und seine Truppen, die an der Westküste stationiert sind, um die Meerenge von Bab al-Mandab in Großbritanniens Interesse zu sichern.
Riad zeigte sich gegenüber dem Übergangsrat und dessen regionalem Förderer Abu Dhabi ausgesprochen hart und unnachgiebig. So kam es zu Zusammenstößen zwischen den Kräften des Bündnisses der Hadramaut-Stämme unter der Führung von Amr bin Habrish – dem Mann Riads in Hadramaut – und den Hadramaut-Elitetruppen, die dem Übergangsrat gegenüber loyal sind. Zudem griff eine Drohne die Kräfte des Übergangsrates in Chashm al-ʿAin im Distrikt al-ʿAbr an. Die Eskalation erreichte ihren Höhepunkt, als am Dienstag, dem 30.12.2025, Lieferungen von gepanzerten Fahrzeugen und Waffen im Hafen von al-Mukalla angegriffen wurden. Darüber hinaus diktierte Riad dem Großbritannien-nahen Rashad al-Alimi – der faktisch als Gefangener in Riad unter starkem Druck steht, ähnlich wie zuvor der ehemalige Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi – am 30.12.2025 eine Entscheidung zur Aufkündigung des gemeinsamen Verteidigungsabkommens mit Abu Dhabi innerhalb der Koalitionstruppen sowie zum Abzug der emiratischen Streitkräfte aus dem Jemen binnen 24 Stunden.
Wäre doch Saudi-Arabien und sein Verteidigungsminister ebenso entschlossen und hart gegenüber dem zionistischen Gebilde aufgetreten, das seit nunmehr zwei ganzen Jahren – und noch immer – Gaza unter den Augen und Ohren Riads verwüstet, obwohl es sich in unmittelbarer Nähe befindet. Hätten ihre Flugzeuge doch Gaza gegen dieses Gebilde verteidigt! Allah, der Erhabene, sagt:
(مُّحَمَّدٌ رَّسُولُ اللَّهِ وَالَّذِينَ مَعَهُ أَشِدَّاءُ عَلَى الْكُفَّارِ رُحَمَاءُ بَيْنَهُمْ)
Muhammad ist der Gesandte Allahs, und diejenigen, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen und barmherzig zueinander. (48:29)
Führt Riad all diese Kampagnen etwa aus Liebe zum Jemen? Oder zur Unterstützung einer vermeintlichen Legitimität, für die Allah keinerlei Ermächtigung herabgesandt hat? Die Antwort liegt darin, dass Riad mit all seinen angeschlossenen Strukturen und Möglichkeiten letztlich nichts anderes tut, als Washington beim Zugriff auf das Öl von Hadramaut zu dienen und sich zugleich einen Zugang zum Arabischen Meer zu sichern, um das Öl beider Länder über die geplante Ölpipeline in Richtung Indischer und Pazifischer Ozean zu leiten – fernab der Unruhe von Bab al-Mandab und der Straße von Hormus.
Saudi-Arabien, Vasall der USA jagt in Südjemen die Vasallen Großbritanniens, allen voran den Übergangsrat seit seinem Auftreten im Jahr 2017. Dieser verdrängte seinerseits die Südbewegung (al-Hirak al-Dschanubi), deren Gründung die USA im Jahr 2006 vorangetrieben hatten und an deren Spitze Hassan Baʿum stand. Auf saudischem Boden wurde zudem der achtköpfige Präsidialrat ins Leben gerufen, dessen Mitglieder Riad faktisch auf seinem Territorium festhält. Während der Kriegsjahre von 2015 bis 2022 bombardierte Saudi-Arabien die Kräfte der Republikanischen Garde, da diese den Einfluss des Großbritannien-Vasallen verkörperten und dem inzwischen verstorbenen Ali Abdullah Salih unterstanden. Gleichzeitig festigte es die Position der Huthis in Sanaa und arrangierte sich mit den täglichen Flügen der Vereinten Nationen, die Waffen zu ihnen transportierten, anstatt sie – entsprechend den Zielen der von Saudi-Arabien geführten Koalition – zu vertreiben.
Saudi-Arabien hat unter der Führung von Salman bin Abdulaziz und seines Sohnes Mohammad offen mit dem Islam gebrochen. Denn sie propagieren die „Vision 2030“, die Homosexualität und Homosexuelle im Land der beiden heiligen Stätten fördert. Und sie sind dabei, die Stadt Neom in unmittelbarer Nähe der zionistischen Entität zu errichten, um die Blicke und das Denken der Muslime von Mekka abzulenken. Von den Amerikanern wurde Ibn Salman sogar als der Mustafa Kemal dieser Zeit bezeichnet!
Was ist also nach all dem von einer Herrscherfamilie zu erwarten, die von den britischen Ungläubigen an die Macht gebracht wurde, und deren Gründer Abdulaziz bin Abdulrahman Al-Saud vor dem britischen Hochkommissar Percy Cox in Tränen ausbrach, um eine Änderung der von Mark Sykes eigenhändig gezogenen Grenzen zu erwirken? Und aus Dankbarkeit äußerte er sich mit den Worten: „Ich habe nichts dagegen, Palästina den armen Juden oder anderen zu geben, so wie es Großbritannien für richtig hält – einem Staat, von dessen Meinung ich nicht abweiche, bis die Stunde schlägt.“ Seit der Herrschaftsübernahme von Salman bin Abdulaziz ist Saudi-Arabien schließlich in den Dienst der USA übergewechselt, nachdem seine Brüder Fahd, Sultan und Naif ihm den Weg dazu geebnet hatten.
Der Besuch Mohammed bin Salmans in Washington am 18.11.2025 sowie die Reise des britischen Ministers in die Kolonien des Nahen Ostens und Nordafrikas standen in direktem Zusammenhang mit den Ereignissen in den Provinzen Hadramaut und al-Mahra. Auslöser war die Entscheidung, den Ölsektor 5 in der Provinz Schabwa an das amerikanische Unternehmen „Jannah Hunt“ zu übergeben.
Das Problem der Menschen in Hadramaut, im Jemen und der Muslime insgesamt liegt darin, dass ihre Angelegenheiten von Personen geführt werden, die dieses Amt nicht verdienen. Sie haben sich auf beide Seiten der internationalen Konfliktfront um den Jemen gestellt und wurden von jenen an die Macht gebracht, die eine Rückkehr des Islam ins öffentliche Leben in Form eines politischen Gebildes, das die Muslime vereint und zusammenführt, fürchten. Die rechtschaffenen und gläubigen Menschen unter ihnen bleiben dabei so lange an den Rand gedrängt und ohne wirksame Rolle im politischen Geschehen – bis sie sich selbst in das politische Leben einbringen und daran arbeiten, das islamische Leben im zweiten Rechtgeleiteten Kalifatsstaat nach dem Plan des Prophetentums wiederaufzunehmen.
Allah, der Erhabene, sagt:
(يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا اسْتَجِيبُوا لِلَّهِ وَلِلرَّسُولِ إِذَا دَعَاكُمْ لِمَا يُحْيِيكُمْ)
„O ihr, die ihr glaubt! Folgt Allah und dem Gesandten, wenn er euch zu dem ruft, was euch Leben verleiht.“ (8:24)
Und Er, gepriesen sei Er, sagt:
(إِنَّا لَنَنصُرُ رُسُلَنَا وَالَّذِينَ آمَنُوا فِي الْحَيَاةِ الدُّنْيَا وَيَوْمَ يَقُومُ الْأَشْهَادُ)
Gewiss, Wir werden Unsere Gesandten und diejenigen, die glauben, im diesseitigen Leben und am Tage, an dem die Zeugen auftreten, unterstützen. (40:51)
Und der Gesandte Allahs (s) sagte:
«ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ»
„Dann wird ein Kalifat nach dem Plan des Prophetentums entstehen.“
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