Media Office
Zentrales Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
| H. 26 Rabi' II 1448 | No: 1448AH/051 |
| M. Samstag, 17 Oktober 2026 |
Presseverlautbarung
Die Verbrechen und Tobsuchten des jüdischen Gebildes und seiner Siedlerhorden zielen auf das Bildungswesen im Westjordanland und in Al‑Quds ab.
Wann wird die Ummah handeln, um diesem Elend ein Ende zu setzen?!
(Übersetzung)
Die Vereinten Nationen dokumentierten in der ersten Hälfte des Jahres 2026 im Westjordanland 224 Vorfälle mit Bezug zum Bildungswesen. Diese Vorfälle betrafen 152 Schulen, mehr als 20 000 Schülerinnen und Schüler sowie 859 Angehörige des Bildungspersonals. Unter diesen Ereignissen befanden sich 122 Fälle von Zugangsbeschränkungen zu den Schulen, zusätzlich zu 47 Vorfällen von Gewaltanwendung durch Siedler.
Der Bildungssektor im Westjordanland und in Al-Quds – mit all seinen Einrichtungen, Lehrkräften, Schülern und Lehrplänen – blieb von den Gewalttaten und Übergriffen des jüdischen Gebildes und seiner Siedler nicht verschont. Die Schulen dort sind keine sicheren Orte mehr, denen jener Schutz zusteht, der angeblich in den Chartas der Menschenrechte und Kinderrechte festgeschrieben ist. Die Verletzungen und Übergriffe haben sich bis in das Innere der Schulgelände und Bildungseinrichtungen ausgeweitet und richten sich gleichermaßen gegen Schüler wie gegen Lehrkräfte.
In Al-Mughayyir, östlich von Ramallah, feuerten die Besatzungstruppen beispielsweise Tränengas und Blendgranaten auf die dortige Jungenschule, während die Schüler anwesend waren, was bei mehreren von ihnen zu Erstickungserscheinungen führte. In Huwwara, südlich von Nablus, wurde die Sekundarschule für Jungen Ziel von Angriffen auf ihr Gebäude. Wann immer eine Militärrazzia in einem Dorf, einer Stadt oder einem Flüchtlingslager stattfindet, sind die Schüler Schikanen und Misshandlungen ausgesetzt – sei es auf dem Hinweg zur Schule oder auf dem Rückweg nach Hause.
Das weit verbreitete Bild eines Jungen im Alter von nicht mehr als dreizehn Jahren, der sich in der Stadt Al-Zawiya im Bezirk Salfit hinter einem Strommasten vor einem Militärfahrzeug versteckt, bringt das Ausmaß dieses Leidens auf den Punkt. Der Junge war auf dem Heimweg von der Schule von dem Fahrzeug überrascht worden. Jener Strommast vermochte ihn jedoch nicht vor der Brutalität der Besatzungssoldaten zu schützen, die ihn aufspürten und verprügelten.
In Gebieten, die den Angriffen von Siedlern ausgesetzt sind, erleiden Schüler, ihre Schulen und ihre Lehrkräfte ebenso schweren Schaden. Schulen werden gezielt attackiert, ihr Inventar wird zerstört und rassistische Parolen werden an ihre Wände geschmiert. Die Übergriffe erstrecken sich auch auf die Zufahrtswege, wie es in Huwwara geschah, wo Schüler der Jungensekundarschule Huwwara auf ihrem Schulweg überfallen wurden.
Seit das jüdische Gebilde im Januar 2025 seine großangelegte Operation im nördlichen Westjordanland begonnen hat, wurde der Schulbetrieb in ungefähr 100 Schulen unterbrochen. In den Flüchtlingslagern Dschinin, Tulkarm und Nur Schams wurden zehn UNRWA-Schulen geschlossen, wovon mehr als 4 000 Kinder betroffen sind. Unterdessen droht Dutzenden von Schulen im gesamten Westjordanland und in Al-Quds die Gefahr des Abrisses oder das Erlassen von Baustoppverfügungen, insbesondere in den als „Area C“ klassifizierten Gebieten.
Hinzu kommen die Gefahren, denen Schüler, Studierende und Lehrkräfte ausgesetzt sind, wenn sie versuchen, ihre Schulen und Universitäten zu erreichen. Kontrollpunkte und Sperrungen zwingen sie dazu, längere Ausweichrouten zu nutzen, was sowohl die Reisezeit als auch die Risiken beim Erreichen ihrer Ziele drastisch erhöht.
Im Dorf Umm Al-Khair in Masafer Yatta wurden beispielsweise 51 Schüler tagelang daran gehindert, ihre Schule zu erreichen, nachdem ihr gewohnter Weg gesperrt worden war. Andere Schüler wurden Tränengas ausgesetzt, als sie versuchten, die Schule zu erreichen, während die Befürchtung wuchs, dass sie noch gefährlichere Alternativrouten nutzen müssten.
Im nördlichen Jordantal verhinderte die Schließung der Kontrollpunkte Tayasir und Ein Shibli im vergangenen September 104 Lehrerinnen und Lehrern das Erreichen ihrer Schulen. Dies führte zur Unterbrechung des Unterrichts an sechs staatlichen Schulen und einem Kindergarten, die von rund 1 100 Schülern besucht werden. In Al-Quds wurden Schüler daran gehindert, den Al-Shayah-Kontrollpunkt zu überqueren, um zu ihren Schulen in Ost-Sawahra zu gelangen.
Vor diesem tragischen Hintergrund nehmen die Lehrkräfte ihre Pflichten unter denkbar schwierigen Bedingungen wahr, was durch die Gehaltskrise und die von der Palästinensischen Autonomiebehörde verhängten Einschränkungen noch verschärft wird. Nach Angaben des Ministeriums für Bildung und Hochschulbildung sind seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 800 Lehrerinnen und Lehrer als Märtyrer gefallen, über 3 300 weitere wurden verletzt und die Besatzungstruppen haben mehr als 170 Lehrkräfte festgenommen.
Zudem haben die Besatzungsbehörden eine Reihe von Maßnahmen und Beschränkungen erlassen, die den Bildungsbetrieb in Al-Quds zu Beginn des Schuljahres lähmend beeinträchtigen. Dazu gehören die Weigerung, die Einreisegenehmigungen einer Reihe von Lehrkräften aus dem Westjordanland zu verlängern,wodurch diese ihre Schulen nicht erreichen können; die direkte Einmischung in die Lehrpläne, die sich bis auf den Inhalt der Schulbücher erstreckt; sowie das Bestreben, den Lehrplan des jüdischen Gebildes gewaltsam aufzuzwingen.
Darüber hinaus fordern die Anführer dieses Gebildes, der Europäischen Union und Amerikas gebetsmühlenartig Veränderungen an den Schullehrplänen im Westjordanland, in Al-Quds und im Gazastreifen und knüpfen diese Änderungen direkt an die Bereitstellung von Finanzmitteln und Hilfsgeldern. Ihr klares Ziel ist es, Generationen heranzuziehen, die die Beziehungen zu dem raubenden Gebilde normalisieren, ihnen den Geist des Dschihad zu rauben und ihnen westliche Ideen und Konzepte einzupflanzen. Dies haben wir durch die wiederholten Umgestaltungen der Lehrpläne immer deutlicher beobachten können.
Angesichts dieser tragischen Realität und dieser schrecklichen Verbrechen werden all die Lügen und Parolen über die Rechte der Kinder – insbesondere ihr Recht auf Bildung und ein sicheres Umfeld – unzweideutig entlarvt. Auch jene, die vorgeben, diese Parolen zu verfechten, stehen völlig bloßgestellt da. Die Ummah des Islam sieht sich unweigerlich mit ihrer Pflicht konfrontiert, dem Volk Palästinas beizustehen, das über sie verhängte Unrecht aufzuheben und gerechte Vergeltung an ihrem Feind zu üben, der zugleich der Feind der gesamten Ummah ist: den Räubern des Ortes der Himmelfahrt (Masrā) ihres Propheten (s.a.w.) und ihrer ersten Qiblah.
Wann werden wir die Armeen der Muslime in gewaltigen Reihen zum gesegneten Land vorrücken sehen, während sie die Größe Allahs preisen und Ihn lobpreisen?!
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