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بسم الله الرحمن الرحيم
Im Namen Allahs, des Erbarmungsvollen, des Barmherzigen
Antwort auf eine Frage
Die ukrainischen Angriffe auf Russland während des Wirtschaftsforums
Frage:
Am 10.06.2026 berichtete Aljazeera.net: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab heute, am Mittwoch, bekannt, dass sein Land in der vergangenen Nacht mit in der Ukraine hergestellten Raketen eine russische Militäreinrichtung angegriffen habe, die mehrere hundert Kilometer östlich von Moskau liegt. Russland bestätigte den Angriff und erklärte zugleich, Hunderte ukrainische Drohnen in verschiedenen Regionen des Landes abgefangen zu haben. Zudem berichtete CNN Arabic am 06.06.2026: Die Ukraine führte in den frühen Morgenstunden des Samstags einen groß angelegten Drohnenangriff auf Sankt Petersburg durch. Der Angriff erfolgte am Abschlusstag des bedeutenden Wirtschaftsforums, das vom russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Stadt ausgerichtet wird. Die zweitgrößte Stadt Russlands wurde Ziel eines „umfangreichen militärischen Drohnenangriffs“. Dieser ukrainische Angriff fiel demnach zeitlich mit dem Abschlusstag des großen russischen Wirtschaftsforums zusammen, der in Sankt Petersburg ausgerichtet wird und oft als russisches Pendant zum World Economic Forum betrachtet wird. Welche Bedeutung haben diese groß angelegten ukrainischen Angriffe, die inzwischen tief in das russische Hinterland vordringen und sogar während der Abhaltung von Konferenzen in Sankt Petersburg stattfinden, der zweitwichtigsten Stadt Russlands? Offenbaren sie auch eine neue Realität in Russland, nämlich den Wandel von einem Staat, der zu den Großmächten zählte, zu einem Staat mittlerer Stärke und mittleren Einflusses?
Antwort:
Zur Beantwortung der oben angeführten Fragen wollen wir die folgenden Aspekte darlegen:
1. Hinsichtlich dieses Angriffs: Was al-Jazeera am 10.06.2026 und CNN Arabic am 06.06.2026 veröffentlicht haben, vermittelt ein aufschlussreiches Bild der Realität, in der sich Russland inzwischen befindet – insbesondere im Hinblick auf die ukrainischen Angriffe auf Russland während der Abhaltung des Wirtschaftsforums in der zweitwichtigsten Stadt des Landes! Zudem erfolgte dieser Angriff nicht nur zum Abschluss des Forums, sondern auch bereits zu dessen Beginn! Die ukrainischen Streitkräfte griffen das russische Sankt Petersburg am letzten Tag des Internationalen Wirtschaftsforums an, das die Stadt ausrichtet. [...] Bereits am Mittwoch, dem ersten Tag des russischen Internationalen Wirtschaftsforums, stiegen nach einem Angriff auf eine Ölraffinerie Rauchsäulen über der Altstadt auf. Die zur Veranstaltung angereisten Gäste wurden von einer schwarzen Rauchsäule im Hintergrund empfangen [...]. (Asharq Al-Awsat, 6. Juni 2026).
2. Diese Art großer und massiver Angriffe, die sich gegen die wichtigsten Einrichtungen und Städte tief im russischen Staatsgebiet richten und nicht bloß gegen Gebiete an der Grenze zur Ukraine, und die zudem mit einem bedeutenden Ereignis in Russland zusammenfallen, dem Internationalen Wirtschaftsforum von Sankt Petersburg, an dem Präsident Putin persönlich teilnimmt, stellt eine große Herausforderung für Russland dar. So hatte die Ukraine zu Beginn des Krieges darauf verzichtet, Angriffe jenseits ihrer Grenzen gegen Russland durchzuführen. Später begann sie jedoch, Ziele in den Grenzregionen anzugreifen, und weitete ihre Angriffe schrittweise immer tiefer auf russisches Territorium aus, bis schließlich sogar das Kremlgebäude selbst getroffen wurde. Darüber hinaus griff sie Flughäfen tief in Sibirien an und zerstörte strategische russische Flugzeuge vom Typ „Weißer Schwan“, die einen der Pfeiler der russischen nuklearen Triade darstellen. Auch danach hörten die Angriffe auf nahe und weiter entfernte russische Städte nicht auf. Und nun greift die Ukraine die Hauptstadt Moskau sowie die Stadt Sankt Petersburg an. Letztere besitzt für Russland eine außerordentliche Bedeutung; sie war am Ende der Zarenzeit und zu Beginn der sozialistischen Epoche die Hauptstadt des Landes. Zudem erfolgen diese Angriffe während eines internationalen Ereignisses von höchster Bedeutung für Russland, mit dem das Land das Forum von Davos nachzuahmen versucht – als Ausdruck der Bedeutung Russlands auf der internationalen Bühne, auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Dieses internationale Wirtschaftsereignis verkörpert für Russland russische Großmachtgefühle. So jedenfalls betrachtet Russland dieses Forum. Das bedeutet, dass der erste ukrainische Angriff zu Beginn des Forums, der zweite Angriff zum Ende des Forums sowie die darauf folgenden weiteren Angriffe einer Demontage dieser russischen Großmachtgefühle gleichkommen. Es ist, als stünde hinter der Ukraine eine große Macht – sei es die USA oder Europa –, die Russland sagen wolle: Ihr seid wirtschaftlich ein Zwergstaat und nicht einmal in der Lage, die Stadt zu schützen, die jenes Ereignis beherbergt, das in euch Gefühle von Größe und Bedeutung hervorruft.
3. Es stimmt zwar, dass Russland die Ukraine angreift: Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und die umliegende Region am Sonntag mit Hunderten Drohnen und Raketen überzogen. Dabei wurde unter anderem eine Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik in der Nähe von Kiew abgefeuert. Es handelte sich um einen der schwersten Angriffe, denen die Stadt seit dem Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren ausgesetzt war. (Reuters, 24.05.2026). Das bedeutet, dass beide Staaten einander angreifen und dass der jüngste ukrainische Angriff Teil dieser gegenseitigen Angriffe ist. Die Realität dieser wechselseitigen Schläge zeigt jedoch, dass Russland seinen Status als Großmacht verloren hat, die von Staaten wie der Ukraine gefürchtet wurde. Russland hatte sich mit einer Aura der Stärke und Unantastbarkeit umgeben, die die Ukraine davon abhielt, es anzugreifen. Zu Beginn des Krieges verzichtete die Ukraine sogar darauf, die Krim anzugreifen, die Russland 2014 der Ukraine entrissen und seinem Staatsgebiet angegliedert hatte – aus Angst vor einer äußerst harten Reaktion Russlands.
4. Doch dieses russische Großmachtprestige begann im Laufe der Kriegsmonate nach und nach zu bröckeln, bis es schließlich vollständig aufgezehrt war. Dadurch wurde der Weg frei für ukrainische Angriffe tief im Inneren Russlands – gegen seine symbolträchtigsten Orte, seine bedeutendsten Städte und in äußerst sensiblen Momenten für das Land. Eine genaue Betrachtung der russischen Erklärungen und Stellungnahmen, die zeitlich mit den beiden Angriffen zusammenfielen oder ihnen vorausgingen beziehungsweise folgten, lässt auf ein erhebliches Maß an russischer Schwäche schließen. Denn obwohl Russland zweifellos weiß, dass die Ukraine ihre Angriffe mit Unterstützung der Vereinigten Staaten durchführt, sucht Moskau dennoch die Annäherung an Washington. Auch Putins Äußerungen weisen darauf hin:
a) Präsident Wladimir Putin äußerte gestern seine Wertschätzung für US-Präsident Donald Trump und dessen Bemühungen, eine Lösung des Ukraine-Konflikts voranzubringen. Zugleich lobte er Trumps Umgang mit Wolodymyr Selenskyj. Im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen erklärte der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, vor Kurzem, dass er mit seinem amerikanischen Amtskollegen Steve Witkoff sowie mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Kontakt stehe und deren Besuch in Russland derzeit vorbereitet werde. (RT, 06.06.2026)
b) Putin erklärte, Russland sei „bereit und gewillt, mit der Ukraine auf friedlichem Wege zu einer Einigung zu gelangen, und zwar „auf der Grundlage dessen, worüber wir beim Treffen mit Präsident Trump in Anchorage gesprochen haben“. Der russische Präsident wies darauf hin, dass während der Verhandlungen in Anchorage auch Fragen möglicher russischer Zugeständnisse zur Sprache gekommen seien, und betonte: „Was die in Anchorage erörterten Kompromiss- und Regelungsvorschläge betrifft, so stimmt Russland ihnen zu“, betonte Putin. Er fügte hinzu: „Nun ist es erforderlich, dass auch die ukrainische Seite diesen Regelungsvorschlägen zustimmt. Dann wird der Konflikt rasch seinem natürlichen Ende entgegengehen.“ (RT, 04.06.2026)
5. Dies alles verdeutlicht das Ausmaß des russischen Niedergangs und der Schwäche in militärischer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht, und zwar wie folgt:
a) Was die militärische Seite betrifft, so hat Russland seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Jahr 2022 Dutzende seiner ranghöchsten Generäle durch erfolgreiche ukrainische gezielte Militäraktionen verloren. Darüber hinaus hatte die russische Armee mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders deutlich wurde dies an der Schwere der Gefechte um Bachmut erkennbar sowie zuvor um Mariupol, wo sich die ukrainischen Streitkräfte über lange Zeit im Stahlwerk verschanzt hatten. Zuvor war der russische Angriff auf Kiew in desaströser Weise gescheitert; die russische Armee erlitt einen schweren Rückschlag, zog sich aus dem Landesinneren der Ukraine zurück und entschied sich schließlich dafür, ihre Kräfte auf den Osten des Landes zu konzentrieren. Außerdem verlor Russland 40 Prozent der Schiffe seiner Schwarzmeerflotte und musste die Zerstörung einer Reihe seiner strategischen Flugzeuge, der sogenannten „Weißen Schwäne“, hinnehmen – und dies in Städten, die tausende Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegen. Überdies kam es noch zu zahlreichen weiteren Verlusten. Diese Rückschläge, Verluste und die Unfähigkeit, einen entscheidenden Sieg zu erzielen, bestätigen insgesamt die neue Realität auf der internationalen Bühne, dass die russische Armee keine Großmacht mehr darstellt: Sie ist nicht in der Lage, den Krieg in der Ukraine zu gewinnen. So attackierte sie auch US-Präsident Trump, als er sagte, ein Krieg, der eigentlich innerhalb von zwei Wochen hätte entschieden werden sollen, dauere nun seit vier Jahren ohne Sieg an. Daher hat der Ukrainekrieg eine Tatsache offenbart, die vor diesem Krieg nicht sichtbar war, nämlich die Schwäche der russischen Armee, oder zumindest, dass diese Armee nicht die Stärke einer Großmacht hat, sondern eher die einer mittleren Militärmacht wie der indischen oder pakistanischen Armee. Russland bleibt jedoch eine große Nuklearmacht, doch diese nukleare Stärke wurde bisher nicht in einem realen militärischen Konflikt getestet. Selenskyj sagte während des Krieges, dass die russischen Nuklearstreitkräfte unter erheblichen technischen Problemen litten, was große Zweifel an der tatsächlichen Stärke der russischen Nuklearmacht hat aufkommen lassen, obwohl sie die letzte Säule der russischen internationalen Großmachtstellung bildet.
b) Was die wirtschaftliche Seite betrifft, so kann kein Staat einen Großmachtstatus erlangen, wenn er wirtschaftlich schwach ist. Und genau das trifft heute auf Russland zu. Trotz seiner gewaltigen Fläche, seines Reichtums an landwirtschaftlichen Ressourcen, Erdöl, Rohstoffen und Seltenerdmetallen beläuft sich sein gesamtes Bruttoninlandsprodukt auf höchstens 2,5 Billionen US-Dollar. Damit bewegt sich der russische Staat international zwischen dem achten und zehnten Rang. Von China und den Vereinigten Staaten, deren Wirtschaftsleistung sich auf etwa 20 bzw. 30 Billionen US-Dollar beläuft, ist Russland weit entfernt. Wirtschaftlich liegen zudem zahlreiche andere Staaten vor Russland, darunter Deutschland, Japan, Indien, Großbritannien und Frankreich; in manchen Jahren übertreffen auch Italien und Kanada die russische Wirtschaftsleistung.
Die russische Wirtschaft stützt sich nahezu ausschließlich auf Energieressourcen und den Export von Rohstoffen. Abgesehen von Waffen gibt es kaum ein bestimmtes Wirtschaftsgut, für das Russland weltweit bekannt wäre. Als infolge des Krieges in der Ukraine der europäische Geldstrom versiegte – aufgrund der gegen russisches Öl und Gas verhängten Sanktionen sowie der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines –, geriet die russische Wirtschaft in erhebliche Schwierigkeiten. Russland versuchte daraufhin, sich aus dieser Lage zu befreien, indem es sich stärker China zuwandte. Doch die US-Sanktionen und die Sorge Chinas, selbst von solchen Maßnahmen getroffen zu werden, zwangen Russland dazu, sein Öl zu niedrigen Preisen anzubieten, um Käufer in China, Indien und anderen Ländern anzulocken. Nach vier Jahren Krieg, der Abwanderung zahlreicher brillanter russischer Köpfe ins Ausland und der Ausrichtung der Wirtschaft auf die Rüstungsindustrie zur Versorgung der Front in der Ukraine wird die wirtschaftliche Lage Russlands immer schwieriger.
c) Was die politische Dimension betrifft, so hat der Krieg in der Ukraine seit 2022 zu einer erheblichen politischen Isolation Russlands geführt. Zwischen Russland und vielen Staaten der Welt, insbesondere im Westen, wurde eine breite Barriere errichtet, die die außenpolitische russische Bewegungsfreiheit stark einschränkt, wodurch Russland einen großen Teil seiner internationalen Beziehungen verloren hat. Als der Krieg der USA und der zionistischen Entität gegen den Iran ausbrach, leistete Russland dem Iran nichts von wirklichem Wert. Womöglich bestand die größte Unterstützung Moskaus darin, öffentlich sein Beileid zum Tod des Obersten Führers Ali Chamenei auszudrücken. Obwohl der Iran Russland während des Krieges in der Ukraine mit „Shahed“-Drohnen beliefert hatte, war nicht erkennbar, dass Russland seinerseits etwas unternommen hätte, um die Widerstandsfähigkeit des Iran gegenüber dem massiven Angriff der Vereinigten Staaten und des zionistischen Gebildes zu stärken. Aus politischer Sicht gilt zudem: Sollte es dem Iran gelingen, einen von Washington unabhängigen Kurs einzuschlagen, so würde er sich aufgrund der Schwäche der russischen Politik nicht in Richtung Russlands orientieren. Würde Russland über eine politische Vision verfügen, die einer Großmacht würdig ist, wäre es in iranischer Richtung vorgeprescht und hätte den Iran dabei unterstützt, amerikanische Schiffe zu versenken – als Antwort auf die amerikanische Unterstützung der Ukraine bei der Versenkung von Schiffen der russischen Schwarzmeerflotte. Dadurch hätte Russland erheblichen Einfluss innerhalb des Iran gewinnen können. Dass Russland dies nicht getan hat, bestätigt die Schwäche seiner Politik. Diese bewegt sich lediglich auf dem Niveau mittlerer Mächte und entspricht nicht dem Anspruch eines Staates, der den Krieg in der Ukraine geführt hat, um seine internationale Stellung zu verbessern!
6. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Triebkräfte der russischen Größe zu zerfallen begonnen haben – ja, dass dieser Zerfallsprozess bereits weit fortgeschritten ist. Die von den westlichen Staaten, allen voran den USA, unterstützten ukrainischen Angriffe erfolgten für Russland zu einem besonders heiklen Zeitpunkt: während des Internationalen Wirtschaftsforums von Sankt Petersburg. Bereits zuvor war die russische Armee geschwächt worden; Kriegsschiffe, die für das russische Volk Symbole nationalen Stolzes darstellen, wurden versenkt, darunter der große Kreuzer „Moskwa“, das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte. Auch die Zerstörung mehrerer „Weißer-Schwan“-Bomber erschütterte wichtige Pfeiler der russischen Luftmacht. Der jüngste Angriff auf eine Stadt, die Gastgeber eines internationalen Forums war, fügt sich in dieses Bild ein. All dies erinnert die Russen daran, dass ihr Gefühl nationaler Größe in keinem Verhältnis zur wirtschaftlichen Schwäche des Landes steht. Mehr noch: Russland richtet eine internationale Veranstaltung aus, die es nicht einmal zu schützen vermag. Hinzu kommt, dass Russlands internationale Beziehungen an Gewicht verlieren und zunehmend ins Wanken geraten, wenn man von den Beziehungen zu Belarus absieht. Selbst die Hinwendung Russlands zu China und die sogenannte russisch-chinesische Allianz haben sich als Fehlschlag erwiesen. Trotz ihrer strategischen Partnerschaft sowie ihrer Zusammenarbeit in BRICS, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und anderen Formaten ist China Russland in schwierigen Zeiten nicht zu Hilfe geeilt. All diese Bündnisse haben sich letztlich als weitgehend symbolisch erwiesen und reichen nicht aus, um die „russische Größe“ nach ihrem Niedergang und ihrer Erschütterung wiederzubeleben.
Abschließend sei gesagt: Auch wenn Russland den westlichen Staaten, insbesondere den Vereinigten Staaten, im Prozess des Niedergangs und der Instabilität vorausgegangen ist, so tragen doch alle ungläubigen Kolonialstaaten die Ursachen ihres Scheiterns in sich. Dies wird deutlich zutage treten, wenn das rechtgeleitete Kalifat mit der Erlaubnis Allahs errichtet wird. Dann wird sich bei ihnen die Geschichte vom Untergang der persischen Großkönige und der römischen Kaiser angesichts der Macht des islamischen Staates, des Kalifats nach dem Plan des Prophetentums, wiederholen. Diese Staaten haben sich zwar nach dem Untergang des Kalifats wieder aufgerichtet, doch werden sie erneut ihrem Zusammenbruch entgegengehen, wenn das Kalifat wiedererrichtet wird, das uns Allah, der Allmächtige und Unbezwingbare, verheißen hat:
(وَعَدَ اللَّهُ الَّذِينَ آمَنُوا مِنْكُمْ وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَيَسْتَخْلِفَنَّهُمْ فِي الْأَرْضِ كَمَا اسْتَخْلَفَ الَّذِينَ مِنْ قَبْلِهِمْ)
Verheißen hat Allah denen, die von euch glauben und gute Werke tun, dass Er sie gewiss zu Nachfolgern auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte. (24:55)
Auch wird es gemäß der Frohbotschaft Seines Gesandten ﷺzurückkehren, die sichnach der Zeit der Gewaltherrschaft, in der wir heute leben, erfüllen wird. So berichtet Aḥmad von Ḥuḏaifa, der sagte: Es sprach der Gesandte Allahs ﷺ:
«... ثُمَّ تَكُونُ مُلْكاً جَبْرِيَّةً فَتَكُونُ مَا شَاءَ اللَّهُ أَنْ تَكُونَ، ثُمَّ يَرْفَعُهَا إِذَا شَاءَ أَنْ يَرْفَعَهَا، ثُمَّ تَكُونُ خِلَافَةً عَلَى مِنْهَاجِ النُّبُوَّةِ. ثُمَّ سَكَت»
„[…] Sodann wird eine Gewaltherrschaft folgen. Sie wird weilen, solange Allah sie weilen lässt, dann wird Allah sie aufheben, wenn er sie aufheben will. Sodann folgt ein Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums.“ Dann schwieg er.
Und dies wird sich mit Allahs Erlaubnis gewiss erfüllen.
(وَاللَّهُ غَالِبٌ عَلَى أَمْرِهِ وَلَكِنَّ أَكْثَرَ النَّاسِ لَا يَعْلَمُونَ)
Und Allah ist Herr über Seinen Beschluss, doch die meisten Menschen wissen es nicht. (12:21)



