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Media Office

H.  17 Rabi' I 1443 No: 1443AH/012
M.  Sonntag, 24 Oktober 2021

Presseverlautbarung

Die Kolonialpolitik führt zu einer humanitären Katastrophe in den syrischen Regionen

(Übersetzung)

Wie die UNO am Dienstag den 5. Oktober mitteilte, sind fünf Millionen Menschen von der anhaltenden Wasserkrise im Norden und Nordosten Syriens betroffen. Die Vereinten Nationen riefen zu einer sektorübergreifenden Unterstützung im Wert von 251 Millionen Dollar auf, um in den kommenden sechs Monaten 3,4 Millionen Menschen, die am stärksten betroffen sind, zu helfen.  Bislang wurden nur 51 Millionen Dollar bereitgestellt.

Durch niedrige Wasserstände, zerstörte Wasser- und Abwasserinfrastrukturen und die ohnehin geringe Betriebskapazität der Wasserwerke haben die Menschen in den nördlichen Teilen Syriens keinen zuverlässigen und ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Hinzu kommen noch die gesundheitlichen Auswirkungen der schlechten Wasserqualität in den Lagern, die häufig zu Krankheiten führen, welche durch Wasser übertragen werden, wie Durchfall, Hepatitis, Borkenflechte, Krätze und andere Erkrankungen. Außerdem warnte Ärzte ohne Grenzen (MSF) davor, dass der begrenzte Zugang zu sauberem Wasser in Nordsyrien die Ausbreitung von Krankheiten verschlimmert und die erforderlichen Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit der hohen Zahl von COVID-19-Infektionen erheblich beeinträchtigt.

Die Wasserkrise ist nicht neu, aber sie zieht sich wie ein roter Faden durch die syrische Krise, denn sie ist das Ergebnis der Kolonialpolitik, die darauf abzielt, das Volk vor vollendete Tatsachen zu stellen. Es wird nur über die Logistik und die klimabedingten Gründe gesprochen, als ob die Ursache des Notfalls darin begründet wäre. Sie machen die Natur, das Klima und das Ausbleiben von Niederschlägen dafür verantwortlich, erwähnen aber nur widerwillig die Schwäche der Infrastruktur. Die Korruption und die Verschwörung der Marionettenherrscher und Agenten, die versuchen das Volk mit allen Mitteln zu unterdrücken und zu bezwingen, werden dabei verschwiegen. Beispielhaft ist hier der Vorwurf der kurdischen Streitkräfte und einiger syrischer zivilgesellschaftlicher Organisationen, dass die von der Türkei unterstützten Kräfte die Wasserversorgung der Wasserstation Alouk‘s zeitweise unterbrochen hatten, nachdem sie diese Ende 2019 im Rahmen einer Militäroperation in Nordsyrien unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Save the Children gab an, dass die Wasserstation in Alouk in diesem Jahr nur selten mit voller Kapazität Wasser gepumpt hat. 89 Tage konnte kein Wasser gepumpt werden und an 142 Tagen konnte das Wasser nur mit halber Kapazität oder weniger gepumpt werden.

Die Krise wird so dargestellt, als ob es sich nicht um ein Land handelt, das von der verbrecherischen Kriegsbande zerstört wurde. Menschen, Bäume und Steine wurden und werden bis heute ohne jegliche Gnade und Mitgefühl für die Kinder, die Alten und die Frauen des Landes ausgelöscht. Syrien wurde von den muslimischen Herrschern im Stich gelassen. Der ungläubige Westen hat sich gegen Syrien verschworen, mit all seinen unmenschlichen Institutionen, die unaufhörlich Lippenbekenntnisse zu Gleichheit, Frauenrechten, Menschenrechten, Freiheiten und anderen schön klingenden Phrasen ablegen. Doch all diese Phrasen brachten dem syrischen Volk nichts anderes als die Auslöschung all ihrer Lebensgrundlagen.

Diese Krise ist, wie andere politische Krisen auch, geplant. Es ist eine unmenschliche Krise, die von all den bluttriefenden Händen gesteuert wird, allen voran dem verbrecherischen Baath-Regime. Es ist offensichtlich, dass das Baath-Regime das Problem der Wasserknappheit nicht lösen wird, da es dieses nicht als Problem betrachtet. Es sollte nicht schwierig sein, mit der heutigen Technologie und den von Wohltätigkeitsorganisationen gesammelten Milliarden Dollar eine nachhaltige Wasserquelle zu schaffen und zu finanzieren. Doch das anhaltende Leid von Millionen unschuldiger Menschen geht weiter. Zudem treffen Dürreperioden die landwirtschaftlichen Flächen in dieser Region, die historisch gesehen die wichtigste Nahrungsquelle des Landes ist. Mehr als 70 % der Bevölkerung im Nordosten Syriens lebt von der Landwirtschaft, doch die Dürre führte dazu, dass die Hälfte der 1,5 Millionen Hektar Land nicht kultiviert werden konnte. Wie alle andere Probleme und Krisen, denen die Muslime in den verschiedenen muslimischen Ländern ausgesetzt sind, wird auch die Krise der Wasserknappheit und das Leiden unschuldiger Menschen solange andauern, bis ein rechtschaffener Imam und Herrscher sich wirklich um die Angelegenheiten der Menschen kümmert. Leider finden wir solche Eigenschaften bei den derzeitigen Herrschern nicht. Im islamischen System kümmert sich der Herrscher um die Angelegenheiten der Menschen nach einem göttlichen System, dessen Grundlage die Gerechtigkeit ist.

O kommerzielle Organisationen! Nicht der Überfluss an Geld oder die internationalen politischen Berichte verändern den Zustand des Landes und der Menschen, sondern das System. Es lenkt und verwaltet die Angelegenheiten der Menschen, so dass Wasserknappheit nicht zu einer hohen Zahl von Todesfällen führt, ebenso wenig wie die Dürre landwirtschaftlicher Flächen zu einer humanitären Katastrophe führt.

Der einzige Ausweg aus dieser Kolonialpolitik ist ein ideologischer Staat, das zweite rechtgeleitete Kalifat, das mit Allahs Erlaubnis bald existieren wird. Der Islam hat das Wasser zu einem öffentlichen Gut gemacht, von dem die Menschen profitieren sollen, wie der Prophet (saw) sagte:

«النَّاسُ شُرَكَاءُ فِي ثَلَاثٍ: فِي الْمَاءِ وَالْكَلَأِ وَالنَّار»

„Die Muslime sind Teilhaber in drei Dingen: im Wasser, im Weideland und im Feuer.“

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